Quarterback der Philadelphia Eagles wird wohl Free Agent

Freiheit erkauft: Foles betritt den heißen Markt

Nick Foles

Wohin wird es "Saint Nick" Foles in der neuen Saison verschlagen? imago

Nick Foles hatte es allen Kritikern gezeigt - vor allem sich selbst: Mit dem märchenhaften Super-Bowl-Sieg im Jahr 2018 über den aktuellen Champion New England läutete der heute 30-Jährige eine beinahe abgeschriebene Karriere neu ein, setzte sich die Krone auf, stieg zum Helden ("Saint Nick") einer ganzen Stadt auf - und durfte auch in den diesjährigen Play-offs aufgrund der Verletzung von Carson Wentz ran, wenngleich es hier nicht mehr zum großen Wurf reichte.

Romantiker forderten zuletzt gar, dass Foles doch bitte in der im September beginnenden neuen Saison komplett als Starting Quarterback eingesetzt werden soll. Doch Head Coach Doug Pederson machte dem schnell einen Strich durch die Rechnung ("Carson ist unser Quarterback"). Und so folgten zügig angedeutete Abschiedsworte von Foles: "Ich bin stolz auf jeden einzelnen hier, dass er alles für das Team gegeben hat." Es sei ein "Vergnügen" gewesen, "in Philadelphia zu leben und das Trikot zu tragen. Egal was passiert, das kann mir niemand mehr nehmen. Ich habe jeden einzelnen Moment genossen und Philadelphia wird immer einen speziellen Platz in meinem Herzen haben. Die Stadt, die Fans, die Leute, alles."

Trainersteckbrief Pederson

Pederson Doug

Philadelphia Eagles - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.01.1933

Vereinsfarben

Grün, silber, schwarz, weiß

Foles - Das heißeste Eisen auf dem Markt

Am Dienstag (Ortszeit) folgte nun auch die offizielle Bestätigung, dass Foles künftig nicht mehr für die Eagles auflaufen wird. Denn: Der erfahrene Spielmacher, der es in sieben NFL-Spielzeiten für Philly, die Rams und die Chiefs in insgesamt 54 Regular-Season-Games auf 11.165 Yards, 68 Touchdowns und 33 Interceptions (18 Fumbles) bringt, betritt den freien Markt und kann sich bald sicherlich zahlreiche Angebote der NFL-Teams anhören.

Nachdem die Philadelphia Eagles ihrem Backup-Quarterback Berichten zufolge mitgeteilt hatten, dass sie beabsichtigen, die 20-Millionen-Dollar-Option in seinem Vertrag für die Saison 2019 zu aktivieren, hat der 30-Jährige das Team darüber informiert, dass er sich aus dem Vertrag für die nötige Summe von zwei Millionen Euro herauskaufen wird, um ein Free Agent zu werden. Das berichtet "ESPN"-Experte Adam Schefter unter Berufung auf eine Quelle.

Das alles garantiert jedoch noch nicht, dass er auch ein Free Agent werden wird. Schließlich könnte das Franchise noch den Franchise Tag auf den Profi legen, um ihn trotzdem ans Team zu binden. Ein großer Stein wird dem verdienten Akteur damit aber nicht in den Weg gelegt. Philly will den Spieler im Falle des Falles mit einem Tag nur preislich teurer machen - und so zum Beispiel von einem gegnerischen Team als Kompensation für den QB einen Drittrunden-Pick einfordern.

Eines ist in jedem Fall sicher: Gute Quarterbacks werden Jahr für Jahr in der National Football League gesucht. Und von den verfügbaren Namen, darunter Teddy Bridgewater (Saints), Tyrod Taylor (Browns), Ryan Fitzpatrick (Buccaneers), hat Foles mit seinem märchenhaften Super-Bowl-Sieg 2018 den größten.

Free Agency voller großer Namen

Le'Veon Bell

Wo wird Le'Veon Bell 2019 spielen, nachdem er eine Saison komplett gestreikt hat? imago

Auf dem Markt werden sich die 32 NFL-Teams übrigens nicht nur nach Quarterbacks umsehen. Schon jetzt finden sich dort bekannte Namen, die ein Team sicherlich verstärken können: DE DeMarcus Lawrence (Cowboys), RB Le'Veon Bell (Steelers), DE/LB Dee Ford (Chiefs), S Earl Thomas (Seahawks), RB Kareem Hunt (Chiefs, Sperre droht, steht auf der Exempt List), Ndamukong Suh (Rams), S Ha-Ha Clinton-Dix (Redskins), WR Golden Tate (Eagles), CB Jason McCourty (Patriots), TE Jared Cook (Raiders), LB Anthony Barr (Vikings), WR Cole Beasley (Cowboys), S Eric Reid (Panthers).

Geld genug ist bei einigen Teams auch schon vorhanden: So haben die Green Bay Packers zum Beispiel 34,2 Millionen US-Dollar an ungenutztem Cap Space zur Verfügung, die Dallas Cowboys (11,7 Mio.) und die San Francisco 49ers (35 Mio.) gar noch mehr.

mag

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