Mainz: Latza fällt gegen Leverkusen aus

Kapitän Bell meldet sich fit

Stefan Bell

Zurück im Mannschaftstraining: Stefan Bell (re.) im Zweikampf mit Aaron Martin. imago

Bell hatte sich vor zehn Tagen beim Zusammenprall mit Daniel Brosinski eine schwere Fußprellung zugezogen, er musste am vergangenen Sonntag beim FC Augsburg wegen einer Gelbsperre aber ohnehin pausieren. Der Abwehrspieler war nicht mitgereist, er wurde in Mainz behandelt. Am Montag nahm er dann am Spielersatztraining teil und am Dienstag trainierte er wieder komplett mit der Mannschaft.

"Stefan ist ein wichtiger Spieler. Trotzdem ist es nicht so, dass man in der Konstellation, wie wir sie in Augsburg hatten, keine Spiele erfolgreich bestreiten könnte", sagt Sandro Schwarz. Das Trainerteam hat die 0:3-Pleite detailliert analysiert und dabei "genau das gleiche Bild und Gefühl, wie während des Spiels. Wir waren nicht auch nur ansatzweise in der Lage ergebnistechnisch etwas zu holen". Schwarz ist froh, dass durch den Sonntag-Freitag-Spielrhythmus die Trainingswoche extrem kurz ausfällt: "Wir werden uns intensiv damit beschäftigen, was wir gegen Leverkusen brauchen. Es geht darum, unser Mainz 05-Gesicht zu zeigen, mit den Stärken, die wir in 19 Bundesligaspielen weitgehend auf den Platz gebracht haben."

Latza fehlt wohl gegen Leverkusen

Dabei werden die Rheinhessen auf Latza verzichten müssen, der in Augsburg bei einem Zusammenprall mit Niakhaté eine Gehirnerschütterung erlitt. "Ich gehe davon aus, dass er ausfällt. Bei Kopfgeschichten soll man kein Risiko eingehen", betont Schwarz. Der Wiedereingliederungsplan sieht vor, dass der Mittelfeldspieler je nach Wohlbefinden weiteren Tests unterzogen wird, danach wird die Belastung Schritt für Schritt gesteigert.

Den Pokal-Auftritt von Leverkusen am Dienstagabend (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) beim FC Heidenheim analysiert Mainz übrigens nur am Monitor. "Von der Perspektive her liefert Scoutingfeed sehr gute Bilder, die verwenden wir zur Gegneranalyse", berichtet Schwarz. Live-Sichtungen macht das Trainerteam nur gelegentlich, wenn das Training dadurch nicht tangiert wird, dafür schauen sich die Mainzer allerdings möglichst viele Spiele des nächstens Gegners auf Video an.

Michael Ebert