Auch Ex-U-Nationalspieler Aydin kommt

Viktoria Berlin verpflichtet Timo Gebhart

Timo Gebhart

Talentiert, aber auch verletzungsanfällig: Timo Gebhart. imago

Der FC Viktoria 1889 steckt mitten in einem Insolvenzverfahren, nachdem vertraglich zugesagte Zahlungen der chinesischen Investorengruppe Advantage Sports Union Limited ausgeblieben waren. Der Spielbetrieb geht jedoch weiter, weil Insolvenzverwalter und Vorstand eine Zwischenfinanzierung auf die Beine stellten .

Einige Spieler haben den Verein in der Winterpause dennoch verlassen, zuletzt schloss sich der frühere Fürther Jurgen Gjasula dem Drittligisten FC Energie Cottbus an . Zu Wochenbeginn kann die Viktoria zwei Neue vermelden: Timo Gebhart und Okan Aydin schließen sich dem Berliner Viertligisten an.

Gebharts letzte Station war 1860 München, wo sein Vertrag mit dem 30. Juni 2018 auslief. Im Januar hatte er noch beim bayerischen Regionalligisten Wacker Burghausen trainiert, unterschrieben hat der 29-Jährige nun in der Bundeshauptstadt.

Exakt 100 Bundesliga-Einsätze

Der gebürtige Memminger kann auf die Erfahrung von exakt 100 Bundesliga-Spielen verweisen (sechs Tore), hinzu kommen 43 Partien in der 2. sowie 17 in der 3. Liga. Der Mittelfeldspieler war zudem beim VfB Stuttgart, dem 1. FC Nürnberg, Steaua Bukarest und Hansa Rostock aktiv. Mit der deutschen U-19-Nationalmannschaft gewann er einst die Europameisterschaft. Gebhart ist nicht nur für sein Talent bekannt, zahlreiche Verletzungen begleiteten ihn in seiner Laufbahn.

Aydin spielte im U-Bereich sowohl für Deutschland wie für die Türkei. Der 24-jährige Mittelfeldspieler wurde in der Jugend von Bayer Leverkusen ausgebildet und war nach 2013 für Eskisehirspor (Süper Lig), Rot-Weiß Erfurt und bis Juni 2018 für den Chemnitzer FC aktiv. Er absolvierte ein Bundesliga-Spiel sowie 117 Partien in der 3. Liga (zwölf Tore).

Die Viktoria belegt zur Winterpause Rang acht in der Regionalliga Nordost - wegen des Insolvenzantrags wurden dem Klub neun Punkte abgezogen. Am kommenden Sonntag trifft die Mannschaft von Trainer Jörg Goslar zu Hause auf das abgeschlagene Schlusslicht Optik Rathenow. Im Landespokal-Viertelfinale gelang dem Team am Sonntag ein 5:1-Erfolg über den Berlin-Ligisten SC Charlottenburg.

aho