Leibold für Pokalspiel fraglich - Bornemann rechtfertigt sich

Köllner: "Riesenzusammenhalt" - Mathenia fährt in der Pause Fahrrad

Mikael Ishak, Michael Köllner, Hanno Behrens (v.li.)

Inniger Moment: FCN-Trainer Michael Köllner (Mi.) und Torschütze Mikael Ishak. imago

"Den Punkt haben wir uns brutal verdient, es war wie befürchtet Schwerstarbeit. Mathenia, Ewerton und Pereira waren alle angeschlagen und haben auf die Zähne gebissen. Bei Leibold war das eine Auge zu und er hat nichts mehr gesehen. Aufgrund der Angeschlagenen habe ich mit dem dritten Wechsel dann länger warten müssen, weil nicht klar war, ob alle bis zum Schluss durchhalten. Die Mannschaft hat überragend gearbeitet, der Riesenzusammenerhalt im Team war erkennbar", freute sich Michael Köllner bei "Sky" über den ersten Punkt seit Anfang Dezember (1:1 in einer Wasserschlacht gegen Leverkusen ) nach sechs Niederlagen in Folge.

Köllners Lob und Mathenias ungewöhnliches Spiel

Obwohl Köllner Mikael Ishak, seinen Torjäger der Aufstiegssaison (12 Treffer), aus den genannten Gründen erst in der 82. Minute ins Spiel brachte, erzielte der Schwede prompt den Ausgleich: "Das Tor war super vorbereitet, Pereira hat einige geile Bälle gespielt", lobte der Coach Vorbereiter Matheus Pereira, der Ishak den Ball genau in den Fuß gepasst hatte. Aber auch Ishak bekam Lob ab: "Wir wissen, was er kann. Er wird für uns in dieser Saison noch als Torjäger wichtig werden."

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Vereinsdaten 1. FC Nürnberg

Gründungsdatum04.05.1900

Mitglieder22.541

VereinsfarbenRot-Weiß

Anschrift Valznerweiherstraße 200
90480 Nürnberg

Internetwww.fcn.de

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Spielbericht

"Wir müssen nun schauen, welche Schäden wir davon getragen haben und wen wir am Dienstag auf den Acker schicken können. Wir müssen das Spiel genießen und dann hoffentlich weiterkommen", meinte Köllner im Hinblick auf die angeschlagenen Spieler und das Pokalspiel am Dienstag beim Hamburger SV (18.30 Uhr). Eine Partie, auf die sich der Ex-Hamburger Christian Mathenia besonders freut: "Nach Hamburg zurückzukehren wird etwas besonderes", meinte der Torwart, der die Halbzeitpause auf ungewöhnliche Weise verbrachte: "Gesicht und Bein tun weh. Ich war in der Halbzeit die ganze Zeit auf dem Fahrrad, weil ich dachte, dass mein Muskel sonst zumacht."

Doch das war noch längst nicht das Ende eines schweren Arbeitstages für den Keeper, der nach einem Zusammenprall mit Theodor Gebre Selassie in der zweiten Hälfte kurz regungslos auf dem Platz liegen geblieben war - nach einer Behandlungspause jedoch weitermachte. "Ich war kurz weg, dann habe ich die Augen wieder aufgemacht. Wenigstens haben wir uns am Ende endlich belohnt, das war Abstiegskampf pur."

Bornemann rechtfertigt Transferpolitik

Andreas Bornemann äußerte sich bei "Sky" nochmals zur Kritik an seiner sparsamen Transferpolitik . "Es ist immer eine Frage der Möglichkeiten. Das andere sind Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, da hatten wir nicht so viel Glück mit", meinte der Nürnberger Sportvorstand, der nachlegte: "Einen Unterschiedsspieler, der auch mal allein etwas entscheiden kann, wäre völlig illusorisch für uns gewesen". Die Möglichkeiten auf dem Markt, die für den Club realisierbar gewesen wären, hätten allesamt keine Garantie dargestellt, den Kader zu verbessern, so Bornemann weiter. Aus diesem Grund habe man sich gemeinsam gegen weitere Transfers entschieden; auch, weil "wir Vertrauen in unseren aktuellen Kader haben".

Vom einzigen Neuzugang Ivo Ilicevic (32) erhofft sich Bornemann, "dass wir ihn in zwei, drei Wochen auf einem solchen Fitnesslevel haben werden, dass er uns in einigen Situationen mit seiner Erfahrung im letzten Drittel helfen kann". Dass Ilicevic nicht bereits am Trainingslager der Franken in Spanien teilgenommen habe, will sich Bornemann nicht vorwerfen lassen: "Wir sind lange davon ausgegangen, dass er noch bis zum Sommer unter Vertrag steht. Das hat sich erst vor kurzem geändert. Natürlich wäre es perfekt gewesen, wenn wir ihn mit in der Vorbereitung dabei gehabt hätten. Aber mit der langen Pause mit dem letzten Spiel im Oktober und im November nur noch ein bisschen Trainingsbetrieb.

jom