Bundesliga

Bundesliga: Ein kleines Trainerteam deckt beim 1. FSV Mainz 05 alles ab

Der nächste Gegner hat zwei Assistenten mehr

Ein kleines Trainerteam deckt in Mainz alles ab

Jan-Moritz Lichte und Sandro Schwarz (re.)

Assistent und Chef: Jan-Moritz Lichte und Sandro Schwarz (re.). picture-alliance

"Falke kümmert sich verstärkt um die Gegnervorbereitung, er ist hauptverantwortliche für die Videoschnitte", erläutert Lichte, der "selbst mehr im Thema ist, was die eigene Mannschaft betrifft." Die Analysen, auch die individuellen, gehören zu den Schwerpunkten des 39-Jährigen. "Wir sind ein Trainerteam, das viel kommuniziert und wir sitzen im gleichen Büro" (Lichte), was nicht an allen Bundesligastandorten eine Selbstverständlichkeit ist. Während des Spiels nutzen die beiden Assistenten die seit Saisonbeginn erlaubte Möglichkeit über Headsets zu kommunizieren. Lichte sitzt neben Schwarz auf der Bank, Falkenmayer auf der Tribüne und gibt durch, was ihm von oben auffällt, Lichte filtert die Informationen und gibt es in gewissen Abständen an Schwarz weiter. Falkenmayers Aufgabe ist es außerdem kurz vor der Pause einige Szenen herauszupicken, die den Spielern dann in der Kabine als Bewegtbild gezeigt werden. Dabei wird er von Videoanalyst Daniel Fischer unterstützt. Einen Trainerstatus haben in Mainz Schwarz (Cheftrainer), Lichte und Falkenmayer (beides Assistenten), Stephan Kuhnert (Torwarttrainer), Axel Busenkell und Jonas Grünewald (beides Athletiktrainer). Beim FCA Augsburg sind es mittlerweile acht Mitglieder im Trainerteam.

Sandro ist ein Cheftrainer, der einen sehr engen Kontakt und sehr gutes Verhältnis zur Mannschaft hat.

Jan-Moritz Lichte
Trainersteckbrief Schwarz
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1. FSV Mainz 05 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

16.03.1905

Vereinsfarben

Rot-Weiß

"Die Rolle des Co-Trainers hat sich in den Teams, in denen ich gearbeitet habe, nicht verändert. Wir sind nicht der Cheftrainer, haben aber eine wichtige Position. Dieses Gefühl hat mir zum Glück jeder Cheftrainer gegeben, egal ob bei den Anfängen in Paderborn, auf St. Pauli, bei Leverkusen oder in Hannover", erzählt Lichte. Als ein Vermittler zwischen Spieler und Chefcoach sieht er sich nicht: "Diese Rolle gibt es bestimmt noch. Das hängt davon ab, wie es der Cheftrainer gestalten, ob er etwas Distanz zur Mannschaft wahren will. Dann braucht man einen Assistenten, der sehr nah an den Spielern ist. Sandro ist ein Cheftrainer, der einen sehr engen Kontakt und sehr gutes Verhältnis zur Mannschaft hat."

"Der Verein macht mir Spaß"

Was die Traumposition von Lichte ist? "Ich plane es nicht, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass in zehn Jahren die Situation anders ist als jetzt. Aber ich sage nicht, dass alles keinen Sinn mehr hat, wenn ich in fünf Jahren nicht Cheftrainer bin. Ich mache gerne, was ich mache, auch in unserem Team. Der Verein macht mir Spaß, das ist ein gutes Arbeiten in meiner Position", betont Lichte, der unter der Woche den erkrankten Schwarz auf dem Trainingsplatz und bei der Pressekonferenz vertreten hat. Am Sonntag in Augsburg (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) wird der Mainzer Cheftrainer aber vermutlich wieder auf der Bank sitzen.

Michael Ebert

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