Duisburg schöpft im Tabellenkeller neuen Mut

Hajri: "Jeder hat den Ernst der Lage erkannt"

Enis Hajri (r.)

Abstiegskampf pur: Enis Hajri (r.) und der MSV Duisburg rangen den SV Darmstadt 98 nieder. imago

Als Stanislav Iljutcenko nach einer knappen Stunde zum 3:0 für den MSV einköpfte (59.), sah es danach aus, als wäre das Spiel bereits frühzeitig zugunsten der Zebras entschieden. Tatsächlich wurde es in der Schlussphase noch einmal richtig eng. Zunächst verkürzte Sören Bertram auf 1:3 (73.), ehe Christoph Moritz der Anschlusstreffer für die Lilien gelang (88.).

"Es gibt Spiele, die vermeintlich gewonnen sind, aber dann doch noch verloren werden", so Lieberknecht auf der Pressekonferenz. "Deswegen passt es nicht, dass man sagt, so ein Spiel kann man locker runterspielen. Darmstadt hat seine Stärken bei Standards gezeigt und nicht aufgegeben. Doch das Endergebnis zählt und darüber freuen wir uns."

Trainersteckbrief Lieberknecht

Lieberknecht Torsten

Spielersteckbrief Hajri

Hajri Enis

Spielersteckbrief Nielsen

Nielsen Havard

Spielersteckbrief Iljutcenko

Iljutcenko Stanislav

Spielersteckbrief Oliveira Souza

Oliveira Souza Cauly

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Hamburger SV
40
2
FC St. Pauli
37
3
1. FC Köln
36

Die Tore waren schön herausgespielt über unser Positionsspiel, das wir trainiert hatten.

MSV-Coach Torsten Lieberknecht

Letztlich zitterte sich Duisburg ins Ziel, feierte den zweiten Heimsieg der Saison - und gab die Rote Laterne an den FC Ingolstadt weiter, der im Parallelspiel 0:1 gegen Magdeburg verlor . "Das Wichtigste sind heute die drei Punkte", konstatierte Iljutcenko. "Das ist alles, was zählt." Lieberknecht hatte insgesamt einen "verdienten Sieg" seiner Mannschaft gesehen. "Die Tore waren schön herausgespielt über unser Positionsspiel, das wir trainiert hatten."

Spielbericht

Tatsächlich war sowohl der frühen Führung durch Kevin Wolze (8.) als auch dem 2:0 durch Havard Nielsen (25.) sowie der Entscheidung durch Iljutcenko jeweils eine schöne Kombination vorausgegangen. Für Neuzugang Nielsen war es nach dem Tor beim Debüt gegen Bochum (1:2) der zweite Treffer im zweiten Einsatz - nachdem der Norweger zuvor in 43 Zweitligaspielen leer ausgegangen war. "Jeder hat den Ernst der Lage erkannt", erklärte Enis Hajri, der für den gesperrten Andreas Wiegel rechts hinten aufgelaufen war. "Der Trainer hat uns vor dem Spiel noch einmal ordentlich gepusht und Gott sei Dank hat es heute geklappt."

Hajris Einsatz gegen Paderborn offen

Der Defensivmann musste in der Schlussphase angeschlagen ausgewechselt werden, nach eigener Aussage hat sich Hajri eine Risswunde zugezogen. Ob es für das DFB-Pokal-Spiel am Dienstag (20.45 Uhr, LIVE! auf kicker.de) gegen den SC Paderborn reicht, ist offen. Die Marschroute für das Duell mit dem Ligakonkurrenten gab Cauly Oliveira Souza direkt nach Spielende aus: "Wir glauben an uns, wollen selbstbewusst weitermachen und im Pokal am besten weiterkommen."

jly