Mainz rechnet in Augsburg mit Schwarz auf der Bank

"Wechsel hinbekommen" - Schröders Kritik an Hinteregger

Rouven Schröder

Äußerte sein Unverständnis am Transfer von Martin Hinteregger: Der Mainzer Manager Rouven Schröder. imago

"Sandro hat noch nicht das Gefühl, heute zur Mannschaft stoßen zu wollen. Es geht auch um die Ansteckungsgefahr", erklärte Assistent Lichte. Der Cheftrainer liegt seit Dienstag wegen eines grippalen Infekts flach. Lichte und Schwarz telefonieren täglich ausgiebig miteinander. "Sandro machte den Eindruck, dass er in Augsburg auf jeden Fall dabei sein wird", so Lichte. Mainz 05 gastiert am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) beim FCA.

An den Trainingsschwerpunkten in dieser Woche hat die Erkrankung nichts geändert. Die Schwerpunkte hatte das Trainerteam bereits festgelegt, der Rest wurde per Telefon abgestimmt. Von der Erkältungswelle ist nicht nur der Chefcoach, sondern auch Niko Bungert betroffen. Dabei hätte der Routinier angesichts der Gelbsperre von Stefan Bell gut gebraucht werden können. Für die Innenverteidigung stehen jetzt noch Alexander Hack, Moussa Niakhaté und Nachwuchsmann Ahmet Gürleyen zur Verfügung. Außerdem könnte Mittelfeldspieler Jean-Philippe Gbamin zurückgezogen werden, doch Hack und Niakhaté scheinen gesetzt. "Angesichts der Kadersituation spricht vieles dafür, dass beide von Anfang an spielen", sagte Lichte.

Schröder: Kritik an Hinteregger

Während bei Mainz die letzten Tage vor der Schließung des Transferfensters völlig ruhig und ohne Zu- und Abgänge über die Bühne gingen, sorgte der FCA beispielsweise durch die Trennung von Martin Hinteregger und die Verpflichtung von Jens Lehmann als Co-Trainer für Schlagzeilen. Dass Hinteregger sich mit dem Transfer zu Eintracht Frankfurt deutlich verbessert hat, kommentierte Mainz-Sportvorstand Rouven Schröder so: "Ein Spieler, der sich so äußert, ist nicht tragbar. So schnell kann es dann gehen. Durch seine Aussage hat er den Wechsel wahrscheinlich auch hinbekommen." Positiv sieht Schröder die Rückkehr von Lehmann in die Bundesliga. "Er ist ein Gesicht des deutschen Fußballs, das ist immer gut für die Bundesliga. Augsburg hat sich bewusst dafür entschieden und viele positive Schlagzeilen bekommen."

Michael Ebert