S04 gibt Di Santo an Rayo Vallecano ab

Keine Überraschungen: Schalke belässt es bei Bruma & Matondo

Jeffrey Bruma und Rabbi Matondo (re.)

In neuen Gewändern: Jeffrey Bruma und Rabbi Matondo (re.) erlebten ihr Trainingsdebüt. imago

Christian Heidel hatte es eilig. Die Einladung zum Podiumsgespräch auf der Spobis (Sportbusiness-Event in Düsseldorf) nahm der Sportvorstand des FC Schalke 04 am Donnerstagvormittag zwar wahr, für Interviews allerdings stand er anschließend nicht zur Verfügung. "Ihr wisst doch, was heute für ein Tag ist. Ich habe noch zu tun", rief er den wartenden Journalisten zu, dann entschwand er aus dem Düsseldorfer Kongresszentrum.

Der einzige Vollzug, der bis zum Transferschluss um 18 Uhr von den Schalkern verkündet wurde, kam allerdings wenig überraschend: Die Verpflichtung von Jeffrey Bruma als Alternative für die Abwehrzentrale hatte sich bereits am Dienstag abgezeichnet (der kicker berichtete). Am Donnerstagmittag trainierte der Niederländer bereits mit seinen neuen Teamkollegen, obwohl die offizielle Verkündung des Leihgeschäfts (bis Saisonende) bis dahin noch ausstand. Sie folgte eine halbe Stunde später.

Spielersteckbrief Bruma

Bruma Jeffrey

Spielersteckbrief Matondo

Matondo Rabbi

Wie Bruma stand bei der Einheit, die für Fans und Medien nur eine halbe Stunde öffentlich einsehbar war und an der die Rekonvaleszenten Guido Burgstaller und Amine Harit teilnahmen, auch Rabbi Matondo auf dem Platz. Der zweite Schalker Winter-Zugang war am Vortag von Manchester City verpflichtet worden und soll vor allem perspektivisch das Flügelspiel der Schalker beleben.

Weder Kalinic noch Perez landen auf Schalke

Die lange Zeit angepeilte Sofort-Lösung für den Sturm allerdings, die stellt der 18-jährige Waliser, der zwar bereits ein A-Länderspiel, aber noch kein Premier-League-Spiel vorweisen kann, nicht dar. Doch weder der seit Tagen gehandelte Nikola Kalinic (Atletico Madrid) noch der erst kürzlich in der Gerüchteküche gelandete Lucas Perez (West Ham) landeten vor Ablauf der Frist auf Schalke.

Auf den letzten Drücker: Di Santo landet bei Rayo Vallecano

Quasi im letzten Moment konnten die Königsblauen die Personalie Franco di Santo abschließen. Nachdem sich am Mittwoch der angestrebte Wechsel des aussortierten Schalke-Angreifers zu Galatasaray Istanbul zerschlagen hatte, öffnete sich am Donnerstag ein Fenster nach Spanien. Kurz vor dem Ende des Transfermarkts in Spanien (23.59 Uhr) schlug dann Rayo Vallecano zu. Bei dem Verein aus Madrid erhielt der Argentinier einen bis Juni 2019 datierten Vertrag. Nach spanischen Medienberichten muss Vallecano für Di Santo keine Ablöse entrichten.

Matthias Dersch/jer