2. Bundesliga

FCM zwischen Erleichterung und Ingolstadt - Oennings Kritik, 1. FC Magdeburg, Giorgi Loria, Jan Kirchhoff, Timo Perthel

Magdeburg bleibt nicht viel Zeit bis zum nächsten Kellerduell

FCM zwischen Erleichterung und Ingolstadt - Oennings Kritik

Michael Oenning mit Felix Lohkemper und Philip Türpitz

So sieht Erleichterung aus: Michael Oenning herzt seine Spieler Felix Lohkemper und Philip Türpitz nach dem Spiel. picture alliance

Als Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck die Partie nach 93 Minuten beendete, musste die Freude raus. Oenning reckte beide Arme in die Höhe, auch Marius Bülter brüllte die Freude über den Befreiungsschlag hinaus und herzte seine Kollegen innig. Lange genug hatten die Magdeburger auf den ersten Sieg vor eigenem Publikum gewartet. Dass der Aufsteiger dank des Sieges - zumindest über Nacht - auch noch auf einen Nichtabstiegsrang sprang, geriet dabei beinahe zur Nebensache.

Vor allem, da sich die Dinge auch schnell wieder drehen können. "Am Freitag wartet schon Ingolstadt", verwies Oenning gleich auf den nächsten Kellerkrimi gegen den am Dienstag ebenfalls siegreichen FCI . Zuvor hatte er jedoch auch lobende Worte für seine Mannschaft gefunden: "Ich denke der Heimsieg war mehr als überfällig. Wir haben viele gute Torchancen gehabt. Über 90 Minuten haben wir den Gegner bearbeitet und unter Druck gesetzt."

Durch ihr permanentes Pressing hatten die Magdeburger die Auer komplett entnervt und aus dem Spiel genommen. Dass es lediglich in der Schlussphase, als die Kräfte zu schwinden schienen, noch einmal eng wurde, war auch Oenning nicht verborgen geblieben: "Die letzten Minuten haben mir nicht gefallen. Da sind wir in alte Muster zurückgefallen." Sein Team hatte das kräftezehrende Pressing in den Schlussminuten zurückgefahren und so für die letzten Minuten einen Belagerungszustand des eigenen Strafraums heraufbeschworen.

Neuzugänge überzeugen

Der Harmlosigkeit der Gäste war es zu verdanken, dass Keeper Giorgi Loria dennoch nicht ernsthaft eingreifen musste. Der Schlussmann hatte zwischen den Pfosten den Vorzug vor Alexander Brunst erhalten, der vor der Winterpause in 14 Partien zum Einsatz gekommen war (kicker-Note: 3,21). "Wir haben ein ganz normales Konkurrenzgefüge. Es war keine Entscheidung für oder gegen Brunst", erklärte Oenning, der auch mit seinen anderen Neuzugängen zufrieden sein konnte: Timo Perthel hatte den Führungstreffer durch einen beherzten Antritt eingeleitet, Mittelfeldmotor Jan Kirchhoff einen souveränen Part vor der Abwehr abgespult.

psz