Mainz fehlt nur noch ein Punkt zu Platz sechs

Hack: "Wir wissen um unser Ziel, das ist der Klassenerhalt"

Der Mainzer Abwehrspieler Alexander Hack

Gut für Mainz, dass er zu spät dran war: Der Mainzer Abwehrspieler Alexander Hack. imago

"Es war bewusst so von mir gemacht", flachste der Innenverteidiger im Rückblick auf die Szene in der 62. Minute, als er den Nürnberger Adam Zrelak nicht am Torschuss hinter konnte und dieser zum vermeintlichen 2:1 für den Club traf. Allerdings stand Zrelak beim Zuspiel von Tim Leibold eine Fußspitze vor Hack, was erst die kalibrierte Linie im Kölner Keller auflösen konnte. "Ich war einen Tick zu spät gekommen und hatte gehofft, dass er ins Abseits reingelaufen ist", erklärte Hack schmunzelnd.

Das Trainerteam um Sandro Schwarz hatte sich auf der Bank bereits darauf eingestellt, dass Mainz einem Rückstand hinterherlaufen muss, was nicht eintrat. "Damit war das Momentum auf unserer Seite", rekapitulierte der Chefcoach. In der letzten halben Stunde hatte seine Mannschaft dann auch eindeutig die Oberhand und kam noch zu einem verdienten Sieg, dessen Entstehung allerdings glücklich war.

Wenn wir am Ende der Saison weiter oben stehen, dann ist es super, aber nur eine Zugabe.

Alexander Hack

Mit 27 Punkten fehlt Mainz nur noch ein Zähler auf Rang sechs. "Wir schauen nicht nach oben, wir wissen um unser Ziel, das ist der Klassenerhalt. Wenn wir am Ende der Saison weiter oben stehen, dann ist es super, aber nur eine Zugabe", findet Hack und ergänzt: "Es war ein sehr kampfbetontes Spiel. Im Großen und Ganzen hat man gesehen, dass wir guten Fußball spielen, wenn wir den Ball haben. Aber wir hätten den Deckel früher draufmachen müssen."

Bell gesperrt in Augsburg - Chance für Niakhaté?

Am kommenden Sonntag müssen die Nullfünfer ohne Kapitän Stefan Bell auskommen, der beim FC Augsburg eine Gelbsperre absitzt. Ob Moussa Niakhaté ersten Startelfeinsatz in der Rückrunde erhält, ist trotzdem nicht sicher, denn Schwarz ist kein Freund davon, im Abwehrzentrum zwei Linksfüßer aufzubieten. Auch wenn es gegen Nürnberg fast so gekommen wäre: Als Bell und Daniel Brosinski in der 6. Minute nach einem kuriosen Zweikampf mit schmerzverzerrten Gesichtern zu Boden gingen (Brosinski: "Ich wollte einen Pass Richtung Flo Müller spielen, Bello hatte eine andere Idee"), ließ Schwarz Niakhaté warmlaufen. Allerdings saß er auch als einziger Innenverteidiger auf der Bank, denn Niko Bungert hatte auf die Tribüne platznehmen müssen.

Michael Ebert

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg