Dortmund: Belgier erzielt bereits sein fünftes Tor

Witsel: "Zorc hat mich nicht deshalb gekauft"

Axel Witsel

Genoss der Torjubel sichtlich: Axel Witsel. picture alliance

Es blieb Witsel vorbehalten, am späten Samstagnachmittag den Schlusspunkt im Spiel gegen Hannover (5:1) zu setzen. Unmittelbar nachdem sein Flachschuss hinter 96-Keeper Michael Esser einschlug, beendete Schiedsrichter Manuel Gräfe das bunte Treiben auf dem Rasen. Witsel kostete die Sekunden "sehr intensiv" aus, wie er später einräumte, "ich mache nicht ständig Tore, deshalb ist es etwas Besonderes." Zumal Borussia Dortmund in der zweiten Hälfte auf die Südtribüne stürmte und spielte, wo fast 25.000 Fans die legendäre Gelbe Wand bilden und Witsel in seinem persönlichen Glücksmoment dem Epizentrum der schwarz-gelben Begeisterung ganz nah war.

Auch Vater Thierry freute sich mit

Unbeobachtet von den Kameras des Fernsehens freute sich auf den Rängen auch Thierry Witsel. Der Vater kommt zu vielen BVB-Heimspielen aus seinem Wohnort Lüttich nach Dortmund – und gilt als kompetenter Kritiker seines prominenten Profi-Sohnes. "Er sagt mir immer: Du musst mehr Tore machen", verrät Axel Witsel. Dafür trainiert er, übt Distanzschüsse und heimst dafür ein dickes Lob seines Kapitäns ein. "Axel arbeitet sehr viel an seiner Schusstechnik", verrät Marco Reus, "er macht das sehr gut. Es spricht für ihn, dass er den Ball so reinzimmert."

In Dortmund gehört es zum taktischen Grundauftrag der beiden Sechser, dass einer – Thomas Delaney oder eben Witsel – sich zwischen den Linien bewegt und situativ vorne reinstößt. Eigene Abschlüsse und Tore nicht ausgeschlossen. Trotzdem stellt Witsel, der nicht einmal ein halbes Jahr brauchte, um sich in Dortmund aus anderen Gründen den Ruf der Unverzichtbarkeit erworben hat, mit einem Lächeln im Gesicht klar: "Michael Zorc hat mich in erster Linie nicht deshalb gekauft, damit ich Tore schieße. Das ist nicht mein Hauptjob."

Thomas Hennecke

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - Hannover 96