Bundesliga

FCN-Coach Köllner wehrt sich: "Das bin ich nicht, das werde ich nicht"

Nürnberg wohl wieder mit Ewerton in der Innenverteidigung

Köllner wehrt sich: "Das bin ich nicht, das werde ich nicht"

Michael Köllner

"Ich werde nicht einzelne Spieler in Schutt und Asche reden": FCN-Coach Michael Köllner. imago

Köllners Gegneranalyse: "Sie haben eine sehr eingespielte Mannschaft am Werk und im Sommer ein paar clevere Transfers gemacht." Verzichten muss Köllner weiterhin auf Außenverteidiger Robert Bauer, der nach einem Muskelfaserriss ins Lauftraining eingestiegen ist. Patrick Erras fehlt mit Rückenproblemen, die auf die Adduktoren ausstrahlen, Lukas Mühls Einsatz ist wegen eines grippalen Infekts zumindest fraglich, der Innenverteidiger konnte am Mittwochnachmittag und am Donnerstag nicht trainieren. Dadurch stellt sich mit Ewerton und Georg Margreitter die Innenverteidigung von selber auf. Die Trainingseinheiten in dieser Woche fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, Köllner erkannte in ihnen Bissigkeit in den Zweikämpfen.

Ein anderes Thema sind Köllners zu positive Analysen , die vor allem nach dem 1:3 gegen Hertha BSC ins Zentrum der öffentlichen Diskussion rückten. "Ich werde nicht einzelne Spieler in Schutt und Asche reden. Dinge, die nicht gut laufen, werden intern bei uns deutlichst angesprochen", wehrte sich der Coach, Populismus sei nicht seine Sache. "Das bin ich nicht, das werde ich nicht, das wird auch niemand im Verein von mir erwarten." Zwischen Spieler auf Pressekonferenzen anzählen und einer glaubwürdigen Analyse besteht allerdings ein Unterschied, letzteres geht sehr wohl ohne "in den Senkel stellen". "Mir hat das Spiel am Sonntag auch nicht gefallen", sagt Köllner mit vier Tagen Abstand. Immerhin, direkt danach hatte das noch anders geklungen.

Köllner: "Geist der Mannschaft ist intakt"

Für Nürnbergs Trainer "gibt es eine wahre Statistik, das ist die Tabelle. Wir sind auf Platz 18, haben elf Punkte, das ist zu wenig. Aber die Saison ist noch nicht aus." Damit hat er natürlich Recht, also gilt die ganze Hoffnung zunächst der Partie in Mainz. "Wir fahren dorthin, um zu punkten." In der Floskelsprache hieße das "den Bock umstoßen", doch vielleicht braucht diese Mannschaft genau dies. Einen dreckigen Sieg, mit dem niemand rechnet und nach dem hinterher auch nicht mehr interessiert, wie er zustande gekommen ist. "Jeder, der sich im Fußball auskennt, weiß, dass ein Erfolgserlebnis dringend notwendig ist, und dass dieses der Mannschaft einen Ruck geben würde. Zuversichtlich stimmt mich, dass der Geist der Mannschaft intakt ist." Der jedoch wird ohne eine spielerische und taktische Weiterentwicklung nicht ausreichen für den Klassenerhalt.

Frank Linkesch

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