Bundesliga

FCN-Keeper Christian Mathenia: "Es muss auch mal knallen"

Nürnberg sehnt Ende der Negativserie herbei

FCN-Keeper Mathenia: "Es muss auch mal knallen"

Christian Mathenia

Fordert mehr Leidenschaft: FCN-Keeper Christian Mathenia. imago

Zu den wenigen positiven Aspekten des 1:3 gegen Hertha BSC gehörte beim 1. FC Nürnberg die Leistung von Christian Mathenia. "Ich habe mich sehr gut gefühlt, auch wenn der Spielverlauf bitter für mich war", sagte der Torwart am Mittwoch nach dem nicht-öffentlichen Training. Bei seinem Comeback nach einer Knieverletzung hatte er vor dem frühen Rückstand nach einer Viertelstunde zwar kaum Ballaktionen, dafür konnte sich der 26-Jährige in der Schlussphase mehrfach auszeichnen und verhinderte ein Debakel. "Das ist für mich persönlich toll, interessiert mich aber auch nicht wirklich", sagt Mathenia, dem drei Punkte natürlich lieber gewesen wären.

Vielleicht klappt es damit ja ausgerechnet am Samstag, wenn er und seine Mannschaft in Mathenias Heimat antreten: Von 2006 bis 2014 spielte der Keeper für den FSV Mainz 05. "Das ist eine sehr gute Mannschaft. Sie haben einen Lauf und gegen Stuttgart sehr gut gespielt (3:2, Anm. d. Red.). Klar haben sie zum Schluss auch noch etwas gewackelt mit den beiden Gegentoren. Ich finde aber, wir haben dort eine Chance." Mathenia musste im Vorfeld zahlreiche Karten für Familie und Freunde besorgen, Sentimentalitäten erlaubt er sich aber keine: "Die Konstellation spielt in unserer Situation keine große Rolle für mich. Die ist so prekär, dass nur die drei Punkte zählen." Immerhin: Familie und Freunde drücken ihm und nicht dem Heimatverein die Daumen.

Spielersteckbrief Mathenia
Mathenia

Mathenia Christian

Wir müssen im Training die Meter machen und uns den Arsch aufreißen, damit wir am Samstag konkurrenzfähig sind.

Christian Mathenia

Um endlich zu punkten, muss vieles beim Club besser werden. Mathenia weiß das. "Wir müssen jetzt die nötige Schärfe ins Training reinbringen, da muss es auf gut deutsch auch mal knallen", fordert er. Heißt im Umkehrschluss: Bislang war dies nicht so. Das verneint Mathenia zwar auf die entsprechende Nachfrage, Beobachter des Trainingslagers in Spanien gewannen aber genau diesen Eindruck. "Wir müssen im Training die Meter machen und uns den Arsch aufreißen, damit wir am Samstag konkurrenzfähig sind."

Mathenias Tipp: Fokus auf die Defensive

Mit Anpfiff, so empfiehlt es der Club-Torwart, müsse der Fokus zunächst auf der Defensive liegen. "Wir sollten uns darauf versteifen, erstmal hinten die Bude dicht zu machen. Wenn man lange die Null hält, werden die Mainzer auch nervös." Dann noch hundert Prozent Einsatz und Leidenschaft - und es könnte klappen, so Wunsch und Hoffnung bei den Franken. "Wir können dankbar sein, dass wir noch eine Chance haben und der Relegationsplatz noch greifbar ist. Wir müssen aber selbst die nötigen Punkte holen", sagt Mathenia. Mainz wäre dabei nur ein Anfang - allerdings nach zwölf sieglosen Partien ein enorm wichtiger.

Frank Linkesch

kicker.tv Hintergrund

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