Bundesliga

1. FSV Mainz 05: Die vier Schwarz-Phasen

Fortschritte beim Umschalten und Gegenpressing

Mainz: Die vier Schwarz-Phasen

"Die jungen Kerle haben viel Potenzial": Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz.

"Die jungen Kerle haben viel Potenzial": Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz. imago

Für Diskussionen über die Favoritenrolle hat sich Schwarz noch nie interessiert, auch zwischen Heim- und Auswärtsspielen macht der Fußballlehrer keinen Unterschied in der Herangehensweise. Der 40-Jährige spricht am liebsten von der Entwicklung seiner Mannschaft und skizziert gerne einzelne Schritte: "Die jungen Kerle haben viel Potenzial. Man merkt ihnen an, dass sie Spaß haben an der Spielweise, das ist ein wichtiger Faktor. Wir kommen in die Richtung, dass wir unser eigenes Spiel durchdrücken wollen." In der vergangenen Saison sei die Anpassung an den Gegner das bestimmende Thema gewesen, das ist nun nicht mehr so.

Schwarz hat ein Idealbild vom Fußballspiel seiner Mannschaft, dem er nach der Winterpause wieder ein Stück näher gekommen scheint. Diese Phasen lassen sich aus Sicht des Fußballlehrers an Prinzipien festmachen:

1. Befindet sich der Gegner im geordneten Spielaufbau, muss bei Mainz die Struktur und Defensivorganisation stimmen, gutes Anlaufen soll zu Balleroberungen führen.

2. Nach Ballgewinn soll schnell und effektiv umgeschaltet werden, bei den Läufen in die Tiefe muss Torgefahr entstehen.

3. Bei Ballbesitz gilt es, die richtigen Räume zu finden im Spielaufbau. So wie es beim 3:2 in Stuttgart bei den ersten beiden Treffern zu sehen war.

4. Bei Ballverlust will Mainz möglichst schnell ins Gegenpressing kommen.

"Bei der Phase 2 und 4 haben wir in den vergangenen Wochen gute Schritte gemacht. Wenn wir die Phasen verlängern, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man es an Punkten sieht", sagt Schwarz. Wohin das führen kann, will er nicht sagen: "Damit beschäftige ich mich nicht."

Michael Ebert

Rode, Balerdi & Co.: Wintertransfers der Erstligisten