Handball

"Spielen jetzt auch für ihn": Strobel erleidet Kreuz- und Innenbandriss

WM-Aus für den Spielmacher des deutschen Teams

"Spielen jetzt auch für ihn": Strobel erleidet Kreuz- und Innenbandriss

Martin Strobel wird behandelt

Schockmoment in Köln: Martin Strobel wird behandelt und muss früh vom Feld. imago

Strobel rutschte in der neunten Minute bei einem Zweikampf ohne Gegnereinwirkung weg und verdrehte sich dabei unglücklich das linke Knie. Der Spielmacher vom Zweitligisten HBW Balingen-Weilstetten musste vom Feld getragen werden und wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht.

In der Nacht auf Dienstag teilte der DHB in einer Pressemitteilung mit, dass sich Strobel einen Innenbandriss und einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen hat. Bei der WM kann der Mittelmann also definitiv nicht mehr auflaufen. "Es hat mich leider hart erwischt", sagte Strobel: "Ich glaube an diese Mannschaft und wünsche den Jungs für das weitere Turnier, dass sie ihren Weg gehen."

Groetzki hatte es "ständig im Kopf"

"Das mit Martin war ein Riesenschock. Es ist dann auch wirklich schwer, so ein Spiel zu spielen, weil man das ständig im Kopf hat", meinte Rechtsaußen Patrick Groetzki unmittelbar nach dem Spiel. Strobel verließ das WM-Quartier am Dienstagmorgen. Eine Operation folgt in den nächsten Tagen. Bundestrainer Christian Prokop kann nach der Nachnominierung von Kai Häfner noch zwei Wechsel vornehmen. Wer Strobels Platz einnimmt, ist noch nicht entschieden. "Martin hat die Nationalmannschaft mit großem Einsatz auf den Weg gebracht. Dafür sind wir ihm sehr dankbar", so Prokop, der anfügte: "Wir spielen jetzt auch für ihn."

msc/sid

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