Spanien scheidet trotz Sieg aus

Norwegen wendet K. o. ab - Dänemark wahrt weiße Weste

Sander Sagosen

Kraftakt: Sander Sagosen führte Norwegen zum Sieg gegen Schweden. imago

Bergerud und Sagosen machen den Unterschied

Die Ausgangslage vor dem skandinavischen Nachbarschaftsduell war klar: Der Vize-Weltmeister von 2017, Norwegen, war zum Siegen verdammt, sollte die Chance auf das Halbfinale in Hamburg gewahrt werden.

Entsprechend motiviert und fokussiert ging die Mannschaft von Trainer Christian Berge die Aufgabe an. Im Tor erwischte Keeper Torbjorn Bergerud einen glänzenden Start, ein ums andere Mal entschied der Flensburger das direkte Duell gegen die schwedischen Werfer für sich. Im Angriff zog wie gewohnt Superstar Sander Sagosen die Fäden und leitete sein Team zu einer 14:17-Halbzeitführung an.

Nach dem Seitenwechsel ging die Partie weiter, wie sie vor der Pause aufgehört hatte: Norwegen zog Tor um Tor davon und wusste trotz der hohen Bedeutung der Partie auch mit jeder Menge Spielfreude zu überzeugen. Bezeichnend eine Szene aus der 34. Minute, als Rechtsaußen Kristian Björnsen Sagosen mit einem feinen Chip-Pass zum Kempa-Trick schickte - der Regisseur vom Spitzenklub Paris Saint-Germain verwertete sehenswert zum 20:15.

Schweden, immerhin Zweiter der vergangenen Europameisterschaft, fand dagegen kaum in sein gefährliches Offensivspiel und wirkte im siebten Spiel innerhalb von elf Tagen platt.

Dänemark bleibt auf Kurs

Im zweiten Spiel der Gruppe wahrte Co-Gastgeber Dänemark seine weiße Weste. Vor 13.237 euphorischen Zuschauern in Herning setzte sich die Mannschaft von Löwen-Coach Nicolai Jacobsen in einem körperbetonten Spiel mit 26:20 (9:7) gegen Ägypten durch und feierte den siebten Sieg im siebten Turnierspiel. Damit bleibt Dänemark auf Kurs Halbfinale: Im abschließenden Hauptrundenspiel gegen Schweden reicht dem amtierenden Olympiasieger am Mittwoch (20.30 Uhr) je nach Trefferzahl eine Niederlage mit vier oder fünf Toren für den Einzug in die Vorschlussrunde.

Spanien: Trotz Sieg, kein Grund zur Freude

In der deutschen Gruppe kam Europameister Spanien gegen Favoritenschreck Brasilien zu einem lockeren 36:24 (19:13). Einen Tag nach dem Sieg gegen Kroatien fehlte den Südamerikanern die Kraft für eine weitere Überraschung. Nach einer Viertelstunde führte Spanien bereits mit 10:3 und zehrte bis zum Ende von diesem Polster.


Schweden - Norwegen 27:30 (14:17)

Schweden: Appelgren, Palicka - A. Nilsson 5, Wanne 5, Andersson 3, Ekberg 3/2, Jeppsson 3, L. Nilsson 3, Ekdahl Du Rietz 2, Arnesson 1, Lagergren 1, Pettersson 1, Darj, Tollbring, Zachrisson
Norwegen: Bergerud, Christensen - Jöndal 11/5, Sagosen 7/1, Röd 4, Björnsen 3, O¦Sullivan 3, Myrhol 2, Blonz, Gullerud, E. L. Hansen, Jakobsen, Johannessen, Overby, Reinkind, Tangen
Zuschauer: 11.600 Strafminuten: 10 / - Schiedsrichter: Duarte Santos (Portugal)/Ricardo Fonseca (Portugal)


Ägypten - Dänemark 20:26 (7:9)

Ägypten: Al-Tajar, Hendaui - Sein 6/1, Al-Ahmar 4/2, Omar 3, Eissa 2, Hagag 2, Nawar 2, Schebib 1, Abdelrahim, Abdu, Al-Deraa, Al-Masri, Al-Wakli, Chairi, Sanad
Dänemark: Green, N. Landin - M. Hansen 5/1, Zachariassen 5, M. Landin 4/1, Svan 4, Oris Nielsen 3, Hald Jensen 2, Larsen 2, Schmidt 1, J. Hansen, Markussen, Mortensen, Möllgaard, Olsen, Toft
Zuschauer: 13.237 Strafminuten: 8 / 10 Schiedsrichter: Matija Gubica (Kroatien)/Boris Milosevic (Kroatien)


Spanien - Brasilien 36:24 (18:13)

Spanien: Corrales, Perez De Vargas - Arino 6, Sole Sala 6/1, Canellas 5, Gomez Abello 4, Aguinagalde 3, Guardiola 3, A. Dujshebaev 2, Entrerríos 2, Fernández 2, Goni 2, Sarmiento 1, Figueras, Gurbindo, Morros
Brasilien: Tercariol 1, Almeida - Langaro 4, Nantes 4, Rodrigues 3, Chiuffa 2, Hackbarth 2/1, Petrus Santos 2, Pozzer 2, Borges 1, V. Teixeira 1, Toledo 1, Valadao 1, Novais, Ponciano, H. Teixeira
Zuschauer: 17.209 Strafminuten: 6 / 4 Schiedsrichter: Ivan Pavicevic (Montenegro)/Milos Raznatovic (Montenegro)

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