Die Mainzer Abwehr ist neu formiert

Hack läuft Niakhaté den Rang ab

Alexander Hack

Starke Vorstellung gegen den VfB: Alexander Hack. imago

Mit dem zweiten Bundesligator der Karriere sorgte Hack für eine 3:0-Führung, die hoch genug war, um den Sieg über die Zeit zu retten. Niakhaté saß beim Mainzer 3:2-Erfolg in Stuttgart zunächst nur auf der Bank, wurde in der 87. Minute für Stürmer Jean-Philippe Mateta eingewechselt, um der wackligen Defensive Halt zu verleihen. "Moussa hatte noch keine komplette Trainingswoche", begründete Trainer Sandro Schwarz den Personalwechsel im Abwehrzentrum. Was ein wenig übertrieben war, denn der Franzose war acht Tage zuvor ins Mannschaftstraining eingestiegen und hatte im letzten Testspiel während des Trainingslagers 60 Minuten mitgewirkt.

Luxusproblem

Nun hat Schwarz ein Luxusproblem, das sich wohl jeder Bundesligatrainer wünscht: Er verfügt über zwei starke Linksfüßer für die Innenverteidigung. "In der Spielanlage sind sie ähnlich, beide wollen auch mit dem Ball etwas machen. 'Hacki' hatte Ende 2017/18 überragende Spiele gemacht, dann war er leider verletzt, sonst wäre er vielleicht auch zu Beginn der Saison aufgelaufen", sagt Stefan Bell.

Ich glaube, ich habe ihn mit dem Schienbeinschoner reingemacht.

Torschütze Alexander Hack

Der Kapitän und Hack spielten vor dem Tor zum 3:0 Doppelpass, unfreiwillig und zunächst ohne Ball: "Beim Tor wollte er mich freiblocken, dann stand er plötzlich frei, das ist der Klassiker", sagt Bell. "Ich glaube, ich habe ihn mit dem Schienbeinschoner reingemacht", mutmaßt Hack. Das Zittern in der Schlussphase hätte er sich liebend gerne erspart: "Es zog sich bereits durch die Vorbereitung, dass wir nicht konsequent weiterspielen. Wir müssen bis zum Ende konzentriert bleiben, Zweikämpfe gewinnen und auf die zweiten Bälle gehen."

Michael Ebert