Erfolgreiche Crowdfunding-Aktion des Regionalligisten

"Unfassbar glücklich": Wuppertal steht vor der Rettung

Wuppertaler SV

Großer Zusammenhalt beim Wuppertaler SV imago

Damit wurde die gewünschte Summe (100.000 Euro) bereits vorzeitig übertroffen. Zahlreiche Aktionen (zum Beispiel Baggerfahren, eine professionelle Treppenhausreinigung oder zwei Stunden Rasenmähen), wertvolle Sammlerstücke (etwa von Vereinslegende Günter Pröpper signierte Bilder und Bälle), besondere Prämien (ein Picknick auf dem Mittelkreis des Zoo-Stadions) oder einfache Fanartikel fanden bei den WSV-Anhängern reißenden Absatz.

Noch bis Samstag werden weiter Spenden gesammelt

"Wir sind unfassbar glücklich, stolz auf alle Unterstützer und auf einmal gar nicht mehr so müde aufgrund der Arbeit der letzten Woche", teilte der WSV in einer offiziellen Erklärung mit, stellte aber auch klar, dass die Aktion wie geplant bis Samstag fortgesetzt wird.

"Nicht vergessen: Der Betrag muss am Samstag um 20 Uhr stehen. Es könnte theoretisch sein, dass bis dahin Spenden zurückgezogen werden und wir wieder unter 100.000 Euro rutschen. Auch dann ist die Aktion nicht erfolgreich! Daher: Puffer aufbauen, WSV weiter unterstützen", so der Verein. Weitere Spenden kann der ehemalige Bundesligist ohnehin gut gebrauchen. Schließlich beträgt die errechnete Deckungslücke insgesamt 260.000 Euro.

Auch bei Einsparungen "auf einem sehr guten Weg"

Ebenso kreativ wie die eigene Marketingabteilung muss auch Wuppertals Sportvorstand Manuel Bölstler (35) arbeiten, um die bei der ersten Mannschaft eingeplanten Einsparungen in Höhe von ebenfalls 100.000 Euro zu erreichen, aber dennoch weiterhin ein möglichst schlagkräftiges Team aufbieten zu können.

Nach den Abgängen von Torhüter Joshua Mroß (Chemnitzer FC), Kamil Bednarski (SC Wiedenbrück), Jonas Erwig-Drüppel (Rot-Weiss Essen) und Torjäger Christopher Kramer (TSV Steinbach Haiger) sowie dem Prämienverzicht von Spielern, Trainerteam und Sportlicher Leitung "sind wir auf einem sehr guten Weg", sagt Bölstler, schließt aber weitere Transfers nicht aus. Wohl bleiben wird Offensivspieler Enes Topal, der sein Probetraining in der Türkei beendet hat und wieder beim WSV in das Training eingestiegen ist.

Ralf Debat/MSPW