Jamaikaner steht auf Bosz-Fußball und seine "neue" Rolle

Bailey: "Meine beste Position ist rechts"

Leon Bailey

Ist angetan vom Bosz-Fußball: Leon Bailey. imago

Das Problem war längst nach oben gewandert. Von den Füßen in den Kopf. Nachdem Leon Bailey in der Hinrunde nicht annähernd sein Potenzial abrufen konnte und sogar seinen Stammplatz verlor, muss der 21-Jährige wieder in seine beste Verfassung kommen. Auch mental. "Er ist fit. Das ist wichtig. Er hat in der ersten Saisonhälfte nicht alle Spiele gespielt", sagt Bosz über den zweiten Test der Werkself gegen PEC Zwolle (3:1), "da wird es für sein Selbstvertrauen gut sein, dass er jetzt zwei Spiele gemacht hat. Und da helfen zwei Tore auch."

Diese hatte der Linksfuß aus seiner "neuen" Position als Rechtsaußen heraus erzielt. Stürmte Bailey unter Heiko Herrlich vorwiegend über die linke Seite und wechselte während der Spiele nur kurzzeitig mit seinem rechten Pendant die Seiten, so halten er und Rechtsfuß Karim Bellarabi nun über 90 Minuten ihre Positionen. Ganz im Sinne des Talents, wie Bailey erklärt: "Ich habe immer gesagt, dass meine beste Position auf der rechten Seite ist. Rechts fühle ich mich sehr wohl. Und wenn sich ein Spieler wohl fühlt, kann er eine Menge Dinge machen."

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Gegen Zwolle deutete er dies mit seine beiden Treffern zumindest schon mal an, nachdem er sich bei seinem 45-minütigen Einsatz im ersten Testspiel gegen Twente Enschede (4:0) noch schwer getan hatte. Zwar hatte Bailey auch gegen den niederländischen Zweitligisten einen Treffer erzielt, doch sein Spiel erschien über weite Strecken zu kompliziert, als wäre der Kopf noch nicht frei.

Sein Doppelpack soll ihm auf dem Weg dorthin helfen. Dabei kommt ihm nicht nur seine Rolle unter Bosz, sondern auch dessen komplette Spielidee entgegen. "Ich kenne diesen Stil seit einigen Jahren, als der Trainer bei Ajax war. Ich mag diesen Spielstil", erklärt Bailey, "für mich ist es mehr Offensivfußball. Ich fühle mich wohl mit dieser Art Fußball."

Stephan von Nocks

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