VfB-Angreifer fordert 35 Punkte für den Klassenerhalt

Gomez' Spaß-Rechnung: "Bin fünfmal so gut wie letztes Jahr"

Mario Gomez am Donnerstag in La Manga

"Es geht gar nicht um mich": Mario Gomez am Donnerstag in La Manga. picture alliance

Aus Stuttgarts Trainingslager in La Manga berichtet George Moissidis

Mit Steven Zuber und Alexander Esswein ist sie da: die dringend benötigte und ersehnte Verstärkung auf den Außenbahnen für Mario Gomez. Der in der Hinrunde Glücklose darf endlich auf mehr Unterstützung hoffen beim VfB Stuttgart. "Es geht gar nicht um mich", stellt der 33-Jährige dennoch klar. "Jeder Spieler, der uns im Kampf um den Klassenerhalt hilft, ist herzlich willkommen."

Dass auch von den beiden Neuzugängen sehr viel erwartet und erhofft wird, will Gomez gar nicht unter den Tisch kehren. Auch von seiner Seite aus. "Beide wollten ihre Wechsel, weil sie sich in der Bundesliga als Stammspieler beweisen wollen und hier die Chance dazu sehen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sie sehr motiviert sein werden, dass sie sehr viel Vorfreude mitbringen und unvoreingenommen sind." Ein ganz wichtiger Faktor für die schwere Rückrunde, die den Schwaben ein zweites Mal in Folge bevorsteht.

Ich habe Respekt vor jeder Mannschaft in der Liga. Aber bis auf Bayern und Dortmund können wir jedes Spiel gewinnen.

Mario Gomez

Die Konstellation sei mit der vor einem Jahr vergleichbar, als er als Rückkehrer, als Stuttgarter Heils- und Glücksbringer in La Manga vorgestellt wurde - im selben Hotel. "Es ist genau die gleiche Situation wie damals", meint Gomez, der einen großen Vorteil zu 2018 sieht. "Das Gute ist: Die vergangene Saison hat gezeigt, dass es nichts zu sagen hat, wenn man über drei, vier Monate in der Bundesliga Probleme hat. Ich habe Respekt vor jeder Mannschaft in der Liga. Aber bis auf Bayern und Dortmund können wir jedes Spiel gewinnen. Das ist nach wie vor auch als Tabellensechzehnter möglich. Das ist nicht überheblich, sondern die Realität. Es ist also nicht zu spät."

Gomez' Selbstvertrauen ist greifbar

Allerdings gehören zu den Worten auch Taten. "Wir dürfen nicht nur davon sprechen und verlieren, sondern wir müssen 35 Punkte holen, um es zu schaffen. Ich bin aber zu tausend Prozent überzeugt, dass wir es schaffen, dass wir die Liga halten."

Wie er auch keinerlei Zweifel hegt, dass die Aufholjagd mit seiner Hilfe vonstattengehen wird. "Ich bin im Januar vor einem Jahr hier gesessen, und es herrschte eine wahnsinnige Euphorie und Aufbruchsstimmung", erzählt der Meisterspieler früherer Jahre, dessen Selbstvertrauen greifbar ist und der sich entsprechend selbst auf den Arm nimmt: "Ich kam aus Wolfsburg als Spieler mit einem Tor in der Hinrunde - jetzt habe ich fünf Tore. Das heißt: Ich bin fünfmal so gut wie letztes Jahr. Also freut euch auf die Rückrunde."

Gomez freut sich über unbelastete Neuzugänge

Zum Klassenerhalt sollen Zuber und Esswein ebenfalls ein großes Stück beisteuern. Gerade, weil die schnellen und robusten Flügelflitzer unbelastet an die Aufgabe in Stuttgart herangehen. "Abstiegskampf ist mental anstrengend", sagt Gomez, der auf seine Verpflichtung vor einem Jahr verweist. Die beiden Neuzugänge würden den gleichen positiven Effekt bringen können wie "vor einem Jahr Erik Thommy und ich".

Zwar habe er sie "nicht so oft live gesehen, und vom Fernseher kann man Spieler nicht richtig charakterisieren. Aber, was ich mitbekommen habe, ist, dass sie Vollgasfußballer sind, sehr robust und wahnsinnig schnell, und dass sie uns in der Umschaltbewegung sicher guttun werden. Ich habe große Hoffnung, dass die beiden uns entscheidend weiterhelfen."

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