Neuzugang aus Salzburg vorgestellt

Haidara: "Ich denke, dass ich hier groß rauskommen werde"

Amadou Haidara

Angekommen in Leipzig: Amadou Haidara. imago

Während die neuen Kollegen bei Wind und heftigem Regen den Kommandos von Cheftrainer Ralf Rangnick folgten, arbeitete Amadou Haidara (20) im Leipziger Leistungszentrum an seiner Reha. Wann der für rund 15 Millionen Euro vom einstigen Schwesterklub Red Bull Salzburg gekommene Malier nach seinem im Oktober erlittenen Riss des hinteren Kreuzbandes im linken Knie ins Training einsteigen kann, ist nicht absehbar."Im Moment läuft alles nach Plan", sagte Haidara bei seiner offiziellen Vorstellung am Dienstag: "Es geht voran, aber ich möchte mich nicht unter Druck setzen. Ich bin guter Dinge, dass es schon bald wieder wird".

Bald dürfte indes in diesem Fall ein dehnbarer Begriff sein. Selbst bei weiterhin problemlosem Heilungsverlauf und optimistischer Einschätzung wird Haidara wohl frühestens Ende März eine Alternative für Rangnick sein. Der Mittelfeldspieler hatte sich gegen eine Operation entschieden und stattdessen beschlossen, die schwere Knieverletzung auf konservativem Weg auszukurieren. Er habe sich etliche Expertenmeinungen eingeholt, erklärte er am Dienstag. Die meisten Ärzte hätten ihm gesagt, dass eine OP nicht notwendig sei. "Ich denke, es war die richtige Entscheidung", so Haidara rückblickend.

Spielersteckbrief N. Keita

Keita Naby

Spielersteckbrief A. Haidara

Haidara Amadou

In Leipzig erhält er die Nummer 8, die bis zu seinem Wechsel nach Liverpool Naby Keita getragen hatte. Dauerhaft soll Haidara nach seiner Genesung in die großen Fußstapfen des bislang besten Profis der knapp zehnjährigen RB-Geschichte treten. Auch wenn es beispielsweise in punkto Zweikampfverhalten einige Parallelen zwischen den beiden Mittelfeldspielern gibt, lässt sich Haidara ungern mit Keita vergleichen. "Wir sind verschiedene Typen, ich habe meine eigenen Stärken", sagte er: "Ich denke, dass ich hier meinen Weg gehen und groß rauskommen werde."

Oliver Hartmann

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