Bundesliga

Neue Perspektive für Werders Zetterer bei den Würzburger Kickers

Bremer Keeper mit Kickers Würzburg ins Trainingslager

Neue Perspektive für Werders Zetterer

Keeper Michael Zetterer

Stellt sich bei den Würzburger Kickers vor: Keeper Michael Zetterer. imago

Aus dem Bremer Trainingslager in Randburg/Südafrika berichtet Thiemo Müller

Im Sommer 2017 startete Michael Zetterer als Werder-Keeper Nummer 2 hinter Jiri Pavlenka - und schien noch nicht mal völlig chancenlos im Duell mit dem damals noch unscheinbaren Tschechen. Auf jeden Fall trug der ehemalige Juniorennationaltorhüter, auf den Keeper-Coach Christian Vander sehr große Stücke hält, an der Weser das Etikett "Torwart der Zukunft". Dann jedoch setzte sich die Pechsträhne des schon zuvor verletzungsgebeutelten Zetterer fort: Eine weitere Kahnbein-Operation legte den heute 23-Jährigen über zwölf Monate lang auf Eis. Nun ist Zetterer offenbar wieder voll belastbar – und besitzt dank des Interesses von Drittligist Kickers Würzburg sogar wieder eine Perspektive bei Werder.

Spielersteckbrief Zetterer

Zetterer Michael

Werder bevorzugt Verlängerung

Mit den Unterfranken, erklärte Werder-Manager Frank Baumann am Rande der Trainingseinheit am Dienstag, werde Zetterer für eine Woche auf Probe ins Trainingslager reisen. Logisches Ziel: In der Rückrunde für die Kickers aufzulaufen. "Es ist eine Option, dass er in der Rückrunde dort versuchen wird, zu Spielzeiten zu kommen", formuliert Baumann. Da Zetterers Vertrag im Sommer ausläuft und der Keeper bei Werder bisher abgeschrieben schien, wäre ein ablösefreier Wechsel naheliegend. Doch weit gefehlt: Wie Baumann nun durchblicken lässt, würde Werder eine Verlängerung mit Zetterer bevorzugen, um das Talent ausleihen zu können und später eventuell zurückzuholen.

Baumann glaubt an Zetterer

Baumann: "Vom Potenzial her ist er ein sehr guter Torwart, das hat sich nicht verändert. Er hatte einfach viel Pech mit seinen Verletzungen. Wenn er gesund ist, ist er in Zukunft auch für uns eine Option." Für Zetterer allemal eine erfreuliche Entwicklung, schließlich war in Bremen nach seiner Genesung nicht mal mehr ein Platz im Mannschaftstraining vorgesehen. Und im internen Ranking wurde er vom fünf Jahre jüngeren Luca Plogmann (vorerst) überholt. Nun zeigt sich: Einfach so hergeben wollen die Grün-Weißen ihren einstigen und nun sozusagen "wiederentdeckten" Hoffnungsträger doch nicht. Ob Zetterer selbst sich weiter an Werder binden lässt oder lieber einen kompletten Neustart wagt, gilt es indes noch zu klären.

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