Franzose vergreift sich mehrfach im Ton

Ribery wütet in den sozialen Medien

Franck Ribery

Außer Kontrolle: Franck Ribery beschimpft Follower und Medien. imago

Ribery hatte vor dem Trainingslager der Bayern in Katar, das am Freitag begonnen hatte, mit seiner Familie in Dubai Urlaub gemacht und im Gourmettempel Nusr-Et des türkischen Starkochs Nusret Gökce ein mit 24 Karat Blattgold überzogenes Ribeye-Steak servieren lassen. Via Twitter und Instagram ließ er seine Follower daran teilhaben und erntete sehr schnell viel Kritik.

Der 35-Jährige antwortete mit einem verbalen Rundumschlag unter der Gürtellinie. Bereits am Freitagabend hatte er diesen angekündigt. "Oooh, ich muss wohl ein paar Mütter beleidigen. Bis morgen, gute Nacht".

Spielersteckbrief Ribery

Ribery Franck

Bayern München - Vereinsdaten

Gründungsdatum

27.02.1900

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Was dann folgte dürfte nicht ohne Konsequenzen bleiben. Ribery ging mit wüsten und obszönen Beleidigungen auf die "Neider und Hater" los. Er schulde den Menschen überhaupt nichts, schrieb er unter anderem und fügte an, dass er seinen Erfolg vor allem Gott, sich selbst und seinen Vertrauten, die an ihn geglaubt haben, zu verdanken habe und ergänzte: "Für die anderen, ihr seid nicht mehr als Kieselsteine in meinen Socken!"

Angriff auf die Medien

Zudem griff Ribery die Medien wegen ihrer einseitigen Berichterstattung über ihn an. "Was die Pseudo-Journalisten angeht, die immer nur negativ über mich und meine Taten berichtet haben. Wenn ich etwas spende (denn man hat mir beigebracht, auch zu geben, wenn ich viel bekomme) - warum berichtet dann kein einziges großes nationales Medium davon?"

FCB rügt Wortwahl und spricht von "privater Angelegenheit"

Er fühle sich von den Journalisten ungerecht behandelt: "Ihr bevorzugt es, über den Urlaub zu berichten, den ich mit meiner Familie verbringe, ihr nehmt meine Taten und Gesten genau unter die Lupe, was ich esse etc. Oh ja, für diese Sorte von Belanglosigkeiten seid ihr zur Stelle!" Ein Sprecher des Vereins teilte am Samstagabend auf SID-Nachfrage mit, dass der Verein den Wortlaut der Botschaft, die sich gegen französische Journalisten richte, nicht billige. Allerdings handele es sich um eine "private Angelegenheit". Zudem sei Ribery zum Verzehr des Steaks eingeladen worden.

Entschuldigung nach Ausraster in Dortmund

Es war nicht der erste Ausraster in letzter Zeit. Im November hatte er den französischen TV-Reporter Patrick Guillou nach der 2:3 Niederlage gegen den Borussia Dortmund attackiert , weil er sich durch diesen zu Unrecht kritisiert gefühlt hatte. Fünf Tage später hatte Ribery erklärt: "Es war natürlich falsch, was ich gemacht habe. Es ist immer schwierig nach einem Spiel, weil ich sehr emotional war. Ich habe zu Patrick Entschuldigung gesagt, auch an seine Familie." Damals waren Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic als Friedensstifter im Einsatz - Konsequenzen gab es keine.

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