Grujic fällt vermutlich zum Rückrundenstart aus

Stark und Klünter sind bei der Hertha zurück

Niklas Stark

Meldet sich im Training der Hertha zurück: Niklas Stark (r.). imago

Stark hatte am 10. November beim 1:4 in Düsseldorf eine starke Knochenprellung am Mittelfuß erlitten und danach wochenlang einen Airwalker getragen. Die Hinrunde war für den Innenverteidiger nach nur zehn Einsätzen beendet. Jetzt ist er ebenso zurück im Mannschaftstraining des Bundesliga-Achten wie Rechtsverteidiger Lukas Klünter, für den die Hinrunde wegen eines Muskelbündelrisses ebenfalls bereits Mitte November beendet war. Zeitnah dürften sich Coach Dardai, der am Mittwoch aus seinem Weihnachtsurlaub aus Ungarn zurückgekehrt war, weitere personelle Optionen bieten. Javairo Dilrosun (nach Muskelfaserriss im Oberschenkel) bestritt am Donnerstag einen finalen Leistungstest für seine Muskulatur, auch Salomon Kalou (nach Risswunde auf dem Spann) unterzog sich am Donnerstagmittag auf dem Platz einem individuellen Abschlusstest mit Athletiktrainer Hendrik Vieth. Gibt es für beide grünes Licht, trainieren sie in den kommenden Tagen wieder gemeinsam mit den Kollegen.

Kein grünes Licht für Trio

Dagegen dauert es bei Karim Rekik, Marko Grujic und Derrick Luckassen noch etwas mit dem Comeback. Rekik arbeitete am Donnerstag auf dem Platz abseits des Teams mit Athletiktrainer Vieth. Der Niederländer (Muskelfaserriss im Oberschenkel) könnte in der kommenden Woche zwar ins Mannschaftstraining zurückkehren, aber Dardai rät zur Geduld: "Ich will Karim nicht unter Druck setzen. Wir wissen, wie das bei Muskelverletzungen ist.“

Spielersteckbrief Stark

Stark Niklas

Spielersteckbrief Klünter

Klünter Lukas

Spielersteckbrief Grujic

Grujic Marko

Auch die Leihspieler Grujic (FC Liverpool, Bänderverletzung im Sprunggelenk) und Luckassen (PSV Eindhoven, Syndesmoseverletzung), die sich beide zuletzt in der medizinischen Abteilung ihrer Stammklubs vorstellten, haben noch kein grünes Licht fürs Mannschaftstraining. "Wir müssen bei Marko noch ein bisschen abwarten, jeder Fuß, jeder Körper reagiert anders auf die Belastung“, sagte Dardai. Der serbische Mittelfeldspieler, der sich in nur sieben Einsätzen in der Hinrunde auf Anhieb zum Lenker des Berliner Spiels aufschwang, wird den Rückrunden-Auftakt am 20. Januar in Nürnberg voraussichtlich verpassen. Ziel ist jetzt das erste Heimspiel des Jahres 2019 am 25. Januar gegen Schalke. "Das", so Dardai, "ist die Woche, von der man ahnt oder denkt, dass es da klappen kann."

Leckie angeschlagen zur Asienmeisterschaft

Flügelspieler Mathew Leckie, der sich im letzten Spiel vor Weihnachten in Leverkusen (1:3) einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, ist unterdessen zur australischen Nationalmannschaft gereist. Bei der Asienmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die am Samstag beginnt und bis zum 1. Februar dauert, treffen die Socceroos in der Vorrunden-Gruppe B auf Jordanien (6. Januar), Palästina (11. Januar) und Syrien (15. Januar), das vom früheren DDR-Nationaltrainer und späteren Hertha-Coach (Juli 1991 bis August 1992) und kurzzeitigen Hertha-Sportdirektor (August 1994 bis März 1995) Bernd Stange trainiert wird. "Der australische Verband muss entscheiden, ob er ins Risiko geht und Lecks mit der Aussicht auf ein paar Einsätze mit ins Turnier nimmt oder ob er vorzeitig zu uns zurückkehrt", erklärte Dardai. "Beim einen dauert so eine Verletzung 14 Tage, beim anderen vier Wochen."

Dardai bleibt realistisch

Der Ungar stimmte seine Profis zu Beginn des ersten Trainings im neuen Jahr mit einer kurzen Ansprache auf die Rückrunde ein: "Ich habe ihnen familiäre Ruhe gewünscht, damit sie sich in den nächsten viereinhalb Monaten auf Fußball konzentrieren können. Wir haben Ziele – in der Liga und mit dem Bayern-Spiel im Pokal. Wichtig ist es dafür, gesund zu bleiben." Sein finales Hinrunden-Resümee klang positiver als das von Manager Michael Preetz ("Jeder hat gesehen, dass viel, viel mehr möglich war in der Hinrunde."). Dardai bilanzierte am Donnerstag: "Mit der Verletzungs-Misere, die wir hatten, sind 24 Punkte viel. Da sollten alle in die Kirche gehen und sich bei den Jungs bedanken. Vier, fünf Punkte haben wir trotzdem verschenkt, da müssen wir uns verbessern."

Hertha wird am 13. Januar am Telekom-Cup in Düsseldorf teilnehmen (dazu Bayern München, Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf) und sich dort im zweiten Halbfinale mit Gladbach messen. Für den Mittwoch kommender Woche (9. Januar) ist ein Testspiel auf dem Gelände des Olympiaparks gegen Zweitligist Arminia Bieleleld geplant, aber noch nicht fixiert. "Wir brauchen das Spiel für unseren Rhythmus", so Dardai. Für den morgigen Freitag ist die Leistungsdiagnostik angesetzt, das nächste Mal auf dem Platz trainiert das Team am Samstagvormittag – dann idealerweise mit Kalou und Dilrosun.

Steffen Rohr

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