Bremer blickt zurück auf die verpasste WM

Pizarro: "Das war der schwierigste Moment meiner Karriere"

Happy in Bremen, traurig über die verpasste WM: Claudio Pizarro.

Happy in Bremen, traurig über die verpasste WM: Claudio Pizarro. imago

Im Juni 2018 hatte Pizarro von seiner ersten Teilnahme bei einer Weltmeisterschaft geträumt, doch der Torjäger wurde vom Verband und Nationaltrainer Ricardo Gareco gleich doppelt enttäuscht. "Ich habe keinen Anruf bekommen, sondern es aus der Presse erfahren", so der 85-fache Nationalspieler Perus gegenüber "Radio Bremen" über seine Nichtberücksichtigung.

Obwohl Pizarro in 460 Bundesligaspielen und unter José Mourinho beim FC Chelsea schon eine Menge erlebt hat, traf den Werder-Stürmer dieses WM-Aus bis ins Mark. "Das war der schwierigste Moment meiner Karriere. Die Sache wird mir noch lange wehtun."

Der Andenstaat hatte sich seit 1982 erstmals wieder für eine WM-Endrunde qualifizieren können, doch das Turnier in Russland fand ohne den mit 194 Treffern erfolgreichsten ausländischen Bundesliga-Torjäger statt.

Wie lange Pizarro noch in Bremen bleiben will, lässt der Routinier offen. "Die Wahrheit ist, dass ich es nicht sagen kann. Ich muss jede Woche, jeden Tag sehen, wie der Körper ist. Dann kann ich eine Entscheidung treffen", sagt Pizarro, der in der laufenden Spielzeit 14 Bundesliga-Spiele absolvierte (davon zwölf Einwechslungen, zwei Tore).

Jetzt habe ich Bock, ja. Und Bock habe ich eigentlich fast immer.

Claudio Pizarro

Befindet sich der frühere Bayern-Stürmer weiterhin in guter Verfassung, könnte die Karriere noch weitergehen. "Momentan ist alles gut. Aber ich weiß nicht, was in einem, in zwei oder in fünf Monaten passiert. Jetzt habe ich Bock, ja. Und Bock habe ich eigentlich fast immer."

bst

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