Sperren und Geldstrafen in der Overwatch League

Blizzards "Weihnachtsgeschenk": Sieben OWL-Spieler bestraft

Herzlich Willkommen in der Overwatch League: Blizzard bestraft gleich sieben Neulinge.

Herzlich Willkommen in der Overwatch League: Blizzard bestraft gleich sieben Neulinge. Blizzard

Blizzard nimmt es mit der Disziplin in der Overwatch League enorm ernst und räumt noch vor Beginn der Spielzeit im Februar kräftig auf. "Wenn Spieler der Overwatch League beitreten, führt das Liga-Büro eine vollständige Überprüfung ihres Verhaltens durch und ergreift gegebenenfalls Disziplinarmaßnahmen", schreibt Blizzard in einer offiziellen Meldung, die das US-amerikanische Unternehmen "Discipline Tracker" nennt.

In einer Liste tauchen sieben Spieler auf, die für unterschiedliche Fehltritte bestraft wurden. Sie alle sind neu in der Overwatch League und gleich durch die erste Sicherheitskontrolle gerasselt. Allein vier Spieler sind in der kommenden Saison für bis zu zwei Partien gesperrt, weil sie andere Konten für weniger gute Spieler hochspielten, also sogenanntes Account-Boosting betrieben. Zu diesen Spielern gehören Damon 'Apply' Conti (Florida Mayhem), Kelsey 'Colourhex' Birse (Boston Uprising), Shilong 'Krystal' Cai (Hangzhou Spark) und Min Ki 'Violet' Park (San Francisco Shock).

Striktes Liga-Büro

Der finnische Youngster Riku 'Ripa' Toivanen von den Los Angeles Gladiators ist für gleich fünf Spiele gesperrt worden. Laut Blizzard habe er in der Vergangenheit Matches absichtlich verloren und sei zusätzlich durch schlechtes Benehmen aufgefallen. Toronto Defiants Se Hyun 'Neko' Park muss unterdessen drei Spiele aussetzen. Park verkaufte eines seiner Overwatch-Konten und behinderte die Ermittlungen des Ligabüros, um nicht aufzufliegen. Won Jae 'Rise' Lee kommt trotz Teilens seines Accounts mit einer anderen Person ohne Sperre davon. Dafür muss der Koreaner eine saftige Geldstrafe von 1.000 US-Dollar zahlen.

Wieso die Strafen für ähnliche oder nahezu gleiche Vergehen variieren, geht aus dem Bericht von Blizzard nicht hervor. Eines ist jedoch sicher: Die Liga-Offiziellen wollen vor allem gegen Account-Booster härter vorgehen. Die Problematik mit dem Hochspielen von anderen Konten ist dem Entwickler schon länger ein Dorn im Auge. Für viele Spieler ist das ein äußerst lukratives Geschäft. Dementsprechend streng sind jetzt auch die Bestrafungen. In Südkorea wurde über Bestrafungen für Account-Booster auch auf politischer Ebene debattiert. Mittlerweile verstößt es gegen das dortige Gesetz.

Lars Becker

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