Haching beendet Fußballjahr 2018 mit 4:0 gegen Uerdingen

Schromm: "Das ist Jammern auf hohem Niveau"

Stefan Schimmer und Claus Schromm

Lob für den Doppelpacker: Unterhachings Trainer Claus Schromm (re.) und Angreifer Stefan Schimmer. imago

Hatte Unterhachings Trainer Claus Schromm vor dem Spiel gegenüber "Telekom Sport" noch orakelt, dass er nicht wisse, wer gewinnt, er aber glaube, dass viele Tore fallen werden, fühlte er sich nach der Partie zwar bestätigt, war aber dennoch überrascht: "Ich habe nur gehofft, dass wir eines mehr schießen, als der Gegner. Dass es vier werden, habe ich nicht gewusst", so der sichtlich gelöste 49-Jährige.

Knackpunkt: das 3:0

"Im Nachgang", blickte Schromm zurück, "war nach dem 3:0 schon der Deckel drauf." Kurz vor der Pause, genauer gesagt in der 44. Minute, trug sich Sascha Bigalke in die Torschützenliste ein. Hatte der 28-Jährige bereits die Treffer eins und zwei von Stefan Schimmer vorbereitet (10., 40.), bezwang er KFC-Keeper René Vollath mit einem direkten Freistoß aus rund 30 Metern.

Gab es zunächst noch leichte Restzweifel, ob nicht Schimmer noch die Fußspitze an den Ball gebracht hatte, und damit einen lupenreinen Hattrick erzielt hätte, sprang der Doppeltorschütze seinem Kollegen anschließend zur Seite: "Ich bin ehrlich, ich war nicht dran", so der 24-jährige Angreifer. "Es war ein klares Tor von Sascha."

Schromms "Jammern auf hohem Niveau"

Viel zu bemängeln hatte Schromm am Auftritt seiner Schützlinge nicht. Wenn überhaupt, dann "in der Phase nach dem 1:0. Wir hatten keine Ruhe im Ballbesitz", so Schromm. "Wenn der Gegner da das 1:1 macht, dann kann es spannend werden." Zudem hätte es Unterhaching nach dem 4:0 zu "ruhig angehen lassen", so Schromm. "Sonst hätten wir noch ein, zwei nachlegen können." Aber das, gab auch der Coach der Oberbayern zu, "ist Jammern auf hohem Niveau".

Nun geht es ab in die Winterpause - eine Verschnaufpause, die sich die SpVgg redlich verdient hat: "Das Jahr war ereignisreich, es ist sehr viel passiert", ließ Schromm 2018 Revue passieren. Neben einer "sportlich sehr guten Entwicklung" nannte er zudem die Stadion-Renovierung sowie die Ausgliederung der Profi-Abteilung als Beispiele, dass Unterhaching "auf einem guten Weg" sei. Auf einem Weg, der im neuen Jahr sogar die 2. Liga in greifbare Nähe bringt.

kög