3. Liga

Kwasnioks Premiere bei Carl Zeiss Jena: Ein Omen für die Familienplanung

Carl Zeiss Jena entscheidet Trainer-Einstand für sich

Kwasnioks Premiere: Ein Omen für die Familienplanung

Lukas Kwasniok

Premierensieg eingetütet: Jenas neuer Trainer Lukas Kwasniok. imago

"Ich bin absolut zufrieden vom Ergebnis und auch von der Art und Weise her", lobte der Trainer seine Schützlinge im Anschluss an die Partie am Mikrofon von "Telekom Sport". Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge übernahm Kwasniok von Zimmermann und fuhr durch drei Treffer am 3. Advent drei Punkte bei seiner Drittliga-Premiere ein. "Wer weiß, vielleicht wird die Drei meine neue Lieblingszahl", witzelte der gebürtige Gleiwitzer. "Ich habe aktuell zwei Kinder, vielleicht ist das ja ein gutes Omen, um nachzulegen."

Er ist jemand, der Eiswürfel pinkelt.

Lukas Kwasiok über Raphael Koczor

Weg von der Familienplanung, hin zum Spiel: Kwasniok wirbelte seine Startelf durcheinander, ermöglichte unter anderem Keeper Raphael Koczor das Saison-Debüt (kicker-Note 3) und schenkte auch Manfred Starke und Maximilian Wolfram das Vertrauen. Während die zwei Letztgenannten mit einer gelungenen Co-Produktion das frühe 1:0 markierten(3.), sorgte Koczor vor allem in der Schlussphase dafür, dass nicht noch einmal Spannung aufkam: "Er hat ein gutes Spiel gemacht, definitiv", bestätigte Kwasniok die Leistung seines Schlussmannes und lobte zudem die Kaltschnäuzigkeit des Keepers ("Er ist jemand, der Eiswürfel pinkelt").

Leidenschaft und Qualität der Mannschaft

Um seine eigene Kaltschnäuzigkeit war es jedoch eher weniger gut bestellt. Sein Debüt an der Seitenlinie konnte er erst nach Abpfiff so richtig genießen. "Während der 90 Minuten habe ich doch gemerkt, dass Genuss etwas anderes ist", so Kwasniok, dem jedoch neben einer offensichtlich "leidenschaftlich verteidigenden Mannschaft" auch die "definitiv vorhandene Qualität" seiner Spieler Grund zur Ruhe hätte geben können.

Nicht nur, dass sich "die Jungs selbst belohnt" hätten, sorgte beim Coach für Glücksgefühle, sondern auch die Erwartung einer "kurzweiligen Heimfahrt", wie er mit einem Augenzwinkern verriet. "Die Busfahrt werden wir genießen, dann haben wir zwei Tage frei." Anschließend, so Kwasniok, gehe der Blick bereits auf die letzte Partie in diesem Kalenderjahr, das Keller-Duell mit der SG Sonnenhof Großaspach. "Grundsätzlich wird das ein ganz anderes Spiel, weil die Rahmenbedingungen ganz anders sind", prognostizierte der Trainer und warf einen Blick durch das mittlerweile verwaiste Stadion an der Grünwalder Straße. "Da werden keine 15.000 Zuschauer da sein."

Ziele werden nicht nach oben korrigiert

Anschließend steht die wohlverdiente Winterpause an, nach der der FC Carl Zeiss wieder voll angreifen will - ohne jedoch die Bodenhaftung zu verlieren: "Es wäre vermessen, nach einem Sieg Ziele neu zu formulieren", mahnte der 37-Jährige. "Es geht um Stabilisation und dann nach und nach um Entwicklung." Sprich: "Erst einmal gilt es, über dem Strich zu bleiben."

kög

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