Karlsruhe gewinnt dank Fink 3:0 in Halle

Herbstmeister KSC - "Das ist halt der Toni"

Anton Fink

130 Drittliga-Tore: Anton Fink ist nicht zu stoppen. imago

Nicht die bessere, aber die abgezocktere Mannschaft ging am Samstagnachmittag in Halle als Sieger vom Rasen. Darin waren sich alle Beteiligten einig. Doppelpacker Fink sprach es aus, und auch die beiden Trainer. KSC-Coach Alois Schwartz hatte eine schwache Mannschaft gesehen vor der Pause. "Wir sind schlecht reingekommen", sagte er gegenüber "Telekom Sport", "waren ein bisschen passiv." Erst nach Wiederanpfiff hätten seine Schützlinge "besser gestanden", den Gegner nicht mehr so leicht durch die Mitte kommen lassen. "Und dann waren wir effektiv im Umschaltspiel."

Fink und Sturmkollege Marvin Pourié verliehen diesem Umschaltspiel mit ihren Toren zum 3:0-Endstand Ausdruck. Ersterer stockte sein Trefferkonto in der 3. Liga auf 130 Tore auf. "Fink hat die Ruhe vor dem Tor, das ist halt der Toni", schwärmte Schwartz angesichts des "richtig geschickten" Verhaltens seines Routiniers vor dem Kasten.

"Was bringt uns die Herbstmeisterschaft?"

Der hochgelobte Fink hielt dennoch den Ball flach am Ende eines Spiels, in dem Halle früh durch Sebastian Mai in Führung hätte gehen können (Lattenkopfball, 4.). "Was bringt uns die Herbstmeisterschaft?", fragte der 31-Jährige, den weder Platz eins nach dem Remis des entthronten Spitzenreiters VfL Osnabrück in Unterhaching (1:1) noch der Blick in die Geschichtsbücher interessierten. Neun von zehn Herbstmeistern in der Geschichte der 3. Liga sind anschließend auch aufgestiegen. "Das ist Statistik", so Fink, der auf eine sehr schwierige Rückrunde verwies. Die beginnt am kommenden Samstag (14 Uhr) im heimischen Wildpark gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig.

aho

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