Augsburg: "Wir müssen richtig eklig sein"

Hahn: Was den FCA vom HSV unterscheidet

André Hahn, FC Augsburg

Schätzt die Ruhe im Verein: André Hahn. imago

Nach 14 Spielen hatte der HSV vergangene Saison 14 Punkte auf dem Konto, beim FCA ist es zum selben Zeitpunkt sogar ein Zähler weniger. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz lag bzw. liegt jeweils bei zwei Punkten. Trotzdem schätzt Hahn die aktuelle Situation in Augsburg weniger schlimm ein als die in Hamburg vor einem Jahr. " Wir haben hier ein ganz anderes Teamgefüge , die Stimmung in der Kabine ist positiv", schildert der 28-Jährige, der auch große Unterschiede im Umgang mit der sportlichen Krise erkennt: "Wir haben mehr Ruhe im Verein, es gibt nicht so viel Hektik, nicht so viel Feuer."

Trotz dieser guten Atmosphäre sei jedem die Lage bewusst, findet Hahn: "Es ist eine ernste Situation, wir stehen nicht gut da." Gegen Schalke will er mit dem FCA am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) die Wende erzwingen. "Wir müssen 90 Minuten rennen und richtig eklig sein. Die Gegenspieler müssen nach dem Spiel sagen, dass sie nicht mehr herkommen wollen", fordert Hahn. "Wir müssen Vollgas geben und um unser Leben rennen."

In dieser Hinsicht ist Hahn vorbildlich: 12,32 Kilometer legt er im Schnitt pro 90 Minuten zurück - der Top-Wert beim FCA. Allerdings gelang dem Offensivspieler seit dem 7. Spieltag kein Scorerpunkt mehr. Mit einem Tor und drei Assists in den ersten sieben Partien legte der Rückkehrer einen guten Start hin, danach geriet er - auch wegen einer Knieverletzung - außer Tritt. Wie der FCA insgesamt. Trotzdem ist Hahn von sich und seiner Mannschaft überzeugt: "Wir wissen, dass wir es können. Ein Quäntchen Glück oder die letzten ein, zwei Prozent fehlen. Die müssen wir rauskitzeln." Damit die Saison für Hahn nicht so endet wie die letzte beim HSV.

David Bernreuther