Champions League

Liverpool - "Wahnsinn", "unglaublich", "völlig wurscht" - Jürgen Klopp gerät nach dem Achtelfinaleinzug ins Schwärmen

Jürgen Klopp gerät nach dem Achtelfinaleinzug ins Schwärmen

Liverpool - "Wahnsinn", "unglaublich", "völlig wurscht"

Jürgen Klopp

Der Vorjahresfinalist der Champions League ist weiter: Der FC Liverpool um Trainer Jürgen Klopp steht im Achtelfinale. imago

"Ich habe noch nie eine Mannschaft gesehen, die Neapel so Probleme bereitet hat, wie wir das heute gemacht haben", stieg Liverpools Trainer Klopp kurz nach dem 1:0-Sieg über Napoli vor dem "Sky"-Mikrofon in sein Loblied ein, setzte dabei ein gewohnt breites Grinsen auf - und durchlebte quasi einen Tagtraum über sein leidenschaftlich agierendes Team. "Es war außergewöhnlich, wie wir das offensiv verteidigt haben. Wir haben ihr Spiel zunichte gemacht."

Damit hatte der frühere BVB-Coach auch absolut Recht: Denn abgesehen von einer offenen Phase zu Spielbeginn übernahmen die Reds, einmal mehr zu Hause angepeitscht von einer lautstarken Anfield-Kulisse, das Zepter. Fortan sprangen neben dem edlen Treffer von Mohamed Salah, der damit das Ticket fürs Achtelfinale buchte, zahlreiche Chancen auf ein 2:0 oder 3:0 heraus. Und von den Neapolitanern kam bis auf vereinzelte Möglichkeiten sowie zwei Top-Chancen kurz vor Schluss für José Callejon und vor allem Joker Arkadiusz Milik wenig heraus. Akteure wie Lorenzo Insigne oder auch Dries Mertens fanden nie zu ihren pfeilschnellen Kombinations- und Konterspiel.

Spielersteckbrief Salah

Salah Mohamed

Spielersteckbrief Milik

Milik Arkadiusz

Spielersteckbrief Alisson

Ramses Becker Alisson

Trainersteckbrief Ancelotti

Ancelotti Carlo

Trainersteckbrief Klopp

Klopp Jürgen

Champions League - Vorrunde, 6. Spieltag
FC Liverpool - Vereinsdaten

Gründungsdatum

15.03.1892

Vereinsfarben

Rot-Weiß

SSC Neapel - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.08.1926

Vereinsfarben

Blau-Weiß

"Es ist außergewöhnlich, zu was das Stadion zusammen mit der Mannschaft in der Lage ist", so Klopp weiter. "Es war so viel richtig heute Abend. Wir haben vielleicht unsere Chancen nicht genutzt, das kann man sagen. Das ist aber auch völlig wurscht. Das Tor, das Salah macht, war einfach Wahnsinn. Und der Save von Ali ( Torwart Alisson Becker ; Anm.d.Red.) in der Nachspielzeit, das war unglaublich. So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen. Ich bin sowas von stolz, was meine Jungs hier abgerissen haben. Ich war mir auch nie sicher, dass wir weiter sind. Wir wussten, dass wir heute auch hätten ausscheiden können. Deswegen wollten wir befreit aufspielen, das ist den Jungs absolut gelungen."

Klopps Mitgefühl für Ancelotti

Bitter dagegen die Lage bei Napoli, das trotz erreichter neun Punkte in der Europa League überwintern muss. Bitter auch für den dreimaligen CL-Sieger Carlo Ancelotti (zweimal Milan, einmal Real Madrid), der sofort nach Spielschluss auf Klopp zuging und seinem siegreichen Kollegen wie ein echter Gentleman gratulierte.

Ancelotti: "Wir brauchen uns nicht grämen"

Carlo Ancelotti

Hat mit Napoli das Nachsehen: Carlo Ancelotti. Getty Images

"Die Gruppe war hart, das ist von vornherein klar gewesen", so Klopp. "Aber natürlich tut mir das für Carlo leid, denn er ist wirklich ein außergewöhnlicher Zeitgenosse, einfach ein cooler Typ. Und natürlich tut mir das auch für Neapel leid. Ich kenne den Klub aus Dortmunder Zeit - und da sind sie eben auch mal mit zwölf Punkten ausgeschieden. Das ist bitter."

Der ehemalige Bayern-Trainer Ancelotti haderte selbst aber nicht mit dem Ausgang nach sechs Spieltagen. Der 59-jährige "Carletto" merkte vielmehr voller Stolz gegenüber "Sky Sports Italia" an: "Wir müssen es so akzeptieren, wenngleich es natürlich enttäuschend ist. Doch wir haben alles versucht. Über die gesamten sechs Spiele haben wir vielleicht mehr geleistet, als viele von uns gedacht hätten in dieser schwierigen Gruppe. Wir waren nah dran - also brauchen wir uns nicht grämen."

mag

Bilder zur Partie FC Liverpool - SSC Neapel