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Kirk Cousins wirkt gegen große Teams ganz klein - Quarterback schlägt noch nicht ein bei den Minnesota Vikings

Quarterback schlägt noch nicht ein bei den Minnesota Vikings

Cousins wirkt gegen große Teams ganz klein

Kirk Cousins

Strauchelt derzeit mit seinem Team: Vikings-Quarterback Kirk Cousins. imago

"You like that?!" Mit diesen markanten Worten fiel Kirk Cousins am 25. Oktober 2015 in der Sportwelt richtig auf, nachdem er dies auf dem Weg in die Kabine in eine laufende Kamera schrie. Zuvor hatte der Quarterback sein Ex-Team der Washington Redskins, von denen er 2012 in der vierten Draft-Runde und an 102. Stelle gezogen worden war, zum größten Comeback der Franchise-Geschichte geführt. Nachdem man zur Halbzeit mit 0:24 gegen die Tampa Bay Buccaneers zurückgelegen hatte, spielte Cousins damals nach der Halbzeit groß auf und ermöglichte einen famosen 31:30-Sieg.

Nach sechs Jahren, 62 Spielen, 16.206 Yards und 99 Touchdowns bei 55 Interceptions sowie 22 Fumbles war 2018 Schluss, der sicherlich hochwertige Quarterback schloss sich den Minnesota Vikings an - und erhielt einen Dreijahresvertrag für ein Gesamtvolumen von 84 Millionen US-Dollar. Historisch: Das Geld ist dabei garantiert, so einen langjährigen Vertrag bei vollen Bezügen hatte bis dato niemals zuvor ein Spielmacher der NFL erhalten.

National Football League - Woche 14
Minnesota Vikings - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.01.1960

Vereinsfarben

Purpur, gold, weiß

Detroit Lions - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.01.1929

Vereinsfarben

Hellblau, silber, weiß, schwarz

Green Bay Packers - Vereinsdaten

Gründungsdatum

11.08.1919

Vereinsfarben

Dunkelgrün, gelb, weiß

Chicago Bears - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.01.1919

Vereinsfarben

Dunkelblau, orange, weiß

Trainersteckbrief Zimmer

Zimmer Mike

Schlimme Werte für Cousins

Der Plan der Vikes, die 2017/18 das NFC Championship Game bei den Philadelphia Eagles verloren hatten und in der Folge Starting Quarterback Case Keenum zu den Denver Broncos ziehen ließen, liegt auf der Hand: Mit Cousins soll ein Schritt weitergegangen werden, der Super Bowl ist das erklärte Ziel für das Team um Trainer Mike Zimmer.

Die Realität sieht aber so aus: Mit einer durchschnittlichen Bilanz von 6:6:1 rangieren die Vikes in der NFC North deutlich hinter den Chicago Bears (9:4) und halten nach dem jüngsten 7:21 bei den Seattle Seahawks (8:5) gerade noch so einen Play-off-Platz in der eigenen Hand ( Wild Card ). Die Verfolgerschaft aus Carolina (6:7), Philadelphia (6:7), Washington D.C. (6:7) oder auch Green Bay (5:7:1) wetzt drei Spieltage vor Schluss nochmals die Messer.

Quarterback Cousins selbst muss sich dabei selbst einiges ankreiden lassen. Der 30-Jährige weist zwar mit 3698 Yards, 24 Touchdowns bei nur neun Interceptions und fünf Fumbles gute Werte auf - mit der Pleite in Seattle im Monday Night Game ging allerdings eine Horrorserie weiter. Cousins rangiert nun in Primetime-Games bei 5:13, seine Karrierebilanz gegen Teams mit über 50 Prozent Siegen liegt bei 4:24 (in diesem Jahr bei 0:5), auswärts sieht es in seiner Laufbahn mit 12:23:2 ebenfalls nicht allzu rosig aus - und an Monday Night hat er gar alle sieben Partien bislang verloren.

Cousins enttäuscht - DeFilippo entlassen

Kirk Cousins

Ab sofort noch mehr gefragt in einer angespannten Situation: Kirk Cousins. imago

"Ich kann gar nicht sagen, wie groß der Frust ist", sagte der Passgeber der Vikings nach der 7:21-Niederlage bei den Seahawks. Gerade einmal sieben Punkte brachte er mit seiner Offense auf die Anzeigentafel - das außerdem auch nur in der bedeutungslosen "Garbage Time". "Der Hauptgrund für meine Enttäuschung ist, dass unsere Defense so gut spielt. Unsere Defense hat in den letzten paar Wochen Play-off-Football und High-Level-Football gespielt." Wahre Worte: Die Verteidigung Minnesotas lässt im Schnitt nur 215,6 Passing Yards und insgesamt lediglich 323,6 Yards zu - beides sind die fünftbesten Werte der gesamten NFL.

Cousins ist sicherlich nicht allein der Schuldige für das derzeitige Abschneiden (drei aus vier Spielen verloren), einen anderen haben die Verantwortlichen auch schon ausfindig gemacht - und entlassen. Nur einen Tag nach der Pleite gegen die Seahawks feuerten die Vikings ihren Offensive Coordinator John DeFilippo, der erst vier Tage, nachdem er als Quarterback-Coach mit den Philadelphia Eagles den Super Bowl gewonnen hatte. gekommen war.

mag

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