Duisburg: Neumann-MRT erst Mitte der Woche

Vier Gegentore: Lieberknecht beklagt Naivität

MSV Duisburg

Leere Hände, lange Gesichter: Der MSV Duisburg verlor in Heidenheim deutlich. imago

Nur phasenweise hatte der MSV in Heidenheim das Spiel unter Kontrolle, kam auch zu Chancen und zeigte eine gute Mentalität. Doch unter dem Strich stand eine klare Niederlage, durch die die Zebras im Dunstkreis der Abstiegszone stecken bleiben.

Die positiven Aspekte konnten Trainer Lieberknecht nicht trösten. "Mir braucht keiner damit kommen, dass wir einen ordentlichen Auftritt hingelegt haben. Wenn du vier Tore bekommst, ist die Niederlage auch in der Höhe verdient", sagte der 45-Jährige, der im Spiel seiner Mannschaft "viel Naivität" gesehen hatte und die nötige Gier vermisste, um ein Spiel zu gewinnen: "Da muss man zeigen, dass es gerechtfertigt ist, auf dem Platz zu stehen."

Fröde: "Mesenhöler oder ich?" Müßig!

Lieberknecht hatte sein Team in der Abwehr umbauen müssen und Mittelfeldspieler Lukas Fröde (kicker-Note 4) als Innenverteidiger an Stelle des verletzten Dustin Bomheuer aufs Feld geschickt. Dieser Wechsel ging nicht auf. Beim ersten Gegentor der Marke "Wie aus dem Nichts" ließ sich die Defensive überraschen. "Es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob unser Torwart Daniel Mesenhöler oder ich die Situation hätte klären müssen", sagte Fröde nach dem Spiel. "Der Heidenheimer Denis Thomalla berührt den Ball ganz knapp und spitzelt ihn ins Tor. Damit hatten wir beide nicht gerechnet." Auch vor dem 0:2 habe sich Fröde nach eigener Aussage "taktisch nicht richtig verhalten. Wenn ich in dieser Situation im Strafraum vor unserem Tor rausgehe, muss ich das Kopfballduell auch gewinnen und die Situation bereinigen. Doch so entstand ein Loch. Das kreide ich mir an."

MRT-Untersuchung bei Neumann verzögert sich

Noch ist offen, ob Fröde auch im Jahresendspurt jeweils zu Hause gegen den HSV und Dresden in der Abwehrzentrale beginnen wird. Die Personalprobleme im Defensivbereich werden jedenfalls nicht kleiner: Sebastian Neumann verdrehte sich vergangene Woche das Knie. Eine MRT-Untersuchung soll Klarheit bringen, kann aber erst Mitte der Woche erfolgen, weil die Untersuchung durch den beim Ex-Würzburger eingesetzten Defibrillator komplizierter ist.

aho/dr