Risswunde bei Herthas Routinier genäht

Kalous Ausfall droht

Salomon Kalou

Vergrößert er die Personalsorgen von Hertha BSC? Salomon Kalou (re.). imago

„Wir müssen abwarten, aber es sieht nicht gut aus“, sagte Hertha-Coach Pal Dardai am Sonntag. Im Klartext: Der Ivorer, der gegen Frankfurt nach 65 Minuten für Maximilian Mittelstädt Platz gemacht hatte, droht für das Spiel beim VfB Stuttgart am Samstag auszufallen. In den bisherigen 14 Liga-Spielen in dieser Saison stand Kalou dreizehn Mal in der Berliner Startelf, beim 1:3 in Bremen wurde er eingewechselt.

Prall gefülltes Lazarett

Sein Fehlen würde Dardais Personalsorgen weiter vergrößern. Für Niklas Stark (Knochenprellung im Mittelfuß), Derrick Luckassen (Verletzung am Syndesmoseband) und Lukas Klünter (Muskelbündelriss im Oberschenkel) ist die Hinrunde bereits beendet, auch Karim Rekik (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Javairo Dilrosun (Muskelfaserriss) werden im Jahr 2018 wohl nicht mehr eingreifen.

Zudem musste der nach Luckassens Ausfall gegen Frankfurt für den Kader eingeplante Florian Baak wegen einer Mandelentzündung passen. Hätte sich im Spiel Fabian Lustenberger oder Jordan Torunarigha verletzt, hätte Dardai seinen Mittelfeld-Antreiber Marko Grujic ins Deckungszentrum gezogen.

Mittelstädt als Alternative Nummer eins?

Als erste Alternative für Kalou gilt derweil U-21-Nationalspieler Mittelstädt, der in der vergangenen Woche wegen muskulärer Beschwerden am Oberschenkel mehrere Trainingstage ausgesetzt hatte, gegen Frankfurt aber zur Verfügung stand. Weitere Kandidaten für die offensive Außenbahn sind Trainer-Sohn Palko Dardai, Dennis Jastrzembski und Alexander Esswein.

Zudem könnte auch der zuletzt rechts aufgebotene Mathew Leckie in Stuttgart auf den linken Flügel wechseln und Valentino Lazaro von seiner angestammten Rechtsverteidiger-Position nach vorn rücken. Dann käme rechts in der Viererkette Routinier Peter Pekarik, der noch ohne Saisoneinsatz ist, zum Zug.

Steffen Rohr