2. Bundesliga

FC-Geschäftsführer Armin Veh: "Man sieht, dass wir Tiefe im Kader haben"

FC-Geschäftsführer ist froh über Alternativen

Veh: "Man sieht, dass wir Tiefe im Kader haben"

Markus Anfang, Armin Veh

Gute Laune - trotz einiger Ausfälle: FC-Coach Markus Anfang (l.) und Geschäftsführer Armin Veh. imago

Es ist ja nicht so, als wären die Ausfälle einfach so zu verkraften. Lasse Sobiech war bis zum Zehenbruch ein verlässlicher Innenverteidiger. Über Jonas Hector als Kapitän und Nationalspieler muss man nicht viele Worte verlieren. Christian Clemens näherte sich der alten Form. Marco Höger ist als Sechser ein eminent wichtiger Führungsspieler. Und Louis Schaub zeichnet neben Dominick Drexler hauptverantwortlich für die Ideen im Spiel des 1. FC Köln. Sobiech, Hector, Clemens, Höger, Schaub - fünf Profis, die unbestritten als Stammkräfte des Aufstiegsfavoriten gelten. Wichtige Spieler, deren Fehlen den FC schwächen müsste. Tatsächlich aber stellt man sich aktuell nur die Frage: Wie gut wären wir eigentlich, wenn alle fit wären?

Die Frage muss nicht beantwortet werden. Weil die Mannschaft aktuell - egal, in welcher Zusammenstellung - stark spielt. Geschäftsführer Armin Veh erinnerte in Regensburg: "Man darf nicht vergessen, dass wir fünf Leute nicht dabei hatten. Da sieht man, dass wir Tiefe im Kader haben." Die ist auch bitter nötig, weil mit Vincent Koziello schon der nächste Langzeit-Verletzte zu beklagen ist. Der schmächtige Franzose ersetzte in Regensburg Höger auf der wichtigen Sechser-Position und hatte alles im Griff - bis ihn eine Verletzung ereilte, die ihn einige Wochen zum Zuschauen verdammt. Bei einem Pressschlag mit einem Gegenspieler erlitt Koziello einen Teilriss des Innenbandes am rechten Knie, das Fußballjahr 2018 ist für ihn gelaufen.

Spielersteckbrief Lehmann

Lehmann Matthias

Spielersteckbrief Koziello

Koziello Vincent

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Hamburger SV
31
2
1. FC Köln
30
3
1. FC Union Berlin
27

Koziellos "bittere" Verletzung - Lehmann nutzt seine Chance

"Dass sich Vincent verletzt hat, ist bitter", kommentierte Geschäftsführer Armin Veh das Ausscheiden des Franzosen und lobte im gleichen Atemzug: "Er hat bis dahin sehr gut gespielt. Man konnte sehen, dass er auf der Sechs spielen kann. Er kann sich gut drehen, verteilt gut, ist immer einer, der im Ballbesitz das Spiel weiterleiten kann. Die Sechs ist die Position, auf der man das braucht. Er hat Marco Höger gut vertreten."

Für Koziello kam Matthias "Matze" Lehmann zu einem rund 20-minütigen Einsatz, dem erst zweiten in dieser Saison. Der Routinier half, den Vorsprung über die Zeit zu retten, agierte in der hektischen Schlussphase umsichtig und intelligent, zeigte seinem Trainer, dass er mit ihm rechnen kann. Auch dies war - angesichts der angespannten Personal-Situation in diesen Wochen - eine wichtige Erkenntnis der Partie in Regensburg.

Frank Lußem