1899: Verteidiger unterläuft sein erstes Eigentor

Bicakcics zweites erstes Mal mit Labbadia

Ermin Bicakcic

Am Boden nach seinem ersten Eigentor in seiner Karriere: Ermin Bicakcic. imago

Kein Wunder, dass sich die beiden nach dem Abpfiff und dem 2:2 am Samstag noch einiges zu erzählen hatte, lange plauderten Bicakcic und Labbadia noch auf dem Spielfeld miteinander. Wieder dürfte Bicakcics erstes Mal das Thema gewesen sein. Nein nicht das 2010, sondern das am Samstag. Denn ausgerechnet gegen seinen alten Trainer unterlief dem 28-Jährigen nun sein allererstes Eigentor in der Bundesliga. "Der Ball kommt mit gefühlt 200 km/h reingeschossen, ich rutsche ein bisschen weg und versuche, ihn irgendwie zu klären, weil ich wusste, hinter mir steht einer blank", erinnert sich Bicakcic an die Szene, "ich musste rangehen, egal wie, dann geht er halt unglücklich rein. Das war Pech und ärgerlich." In bester Stürmermanier köpfte der Innenverteidiger den Ball unerreichbar für Torhüter Oliver Baumann zum 1:1 ins eigene Netz. Doch damit nicht genug. Auch beim zweiten Gegentor der Hoffenheimer war Bicakcic beteiligt und fälschte einen Schuss unglücklich ins eigene Tor ab. "Beim zweiten müssen wir das besser verteidigen, und ich versuche, mich in den Schuss reinzuwerfen." Wieder Pech.

Deutlich mehr hat ihn aber das klare Eigentor beschäftigt. "Das ärgert einen, da habe ich schon einige Minuten gebraucht, um das Ding abzuhaken", gesteht Bicakcic, der in der zweiten Halbzeit sogar die verantwortungsvolle Rolle die Dreierabwehrkette in Vertretung des ausgewechselten Kapitäns Kevin Vogt übernahm. Danach ließ die TSG nicht Nenneswertes mehr zu, kam zum Ausgleich und war dem Sieg sogar näher als die Hausherren. "So zurückzukommen und nichts mehr zuzulassen und so viel Druck zu machen, dafür muss man der Mannschaft ein Lob zollen", resümierte Bicakcic dieses für ihn denkwürdige Spiel.

Michael Pfeifer

Bilder zur Partie VfL Wolfsburg - TSG Hoffenheim