Augsburgs Torwart beißt sich ein Stück Zunge ab

Luthe nach Crash: Wie "von einem Auto angefahren"

Andreas Luthe

Erlebte einen bösen Zusammenprall: Andreas Luthe konnte trotzdem weitermachen. imago

In der 30. Minute warf sich Luthe dem auf ihn zustürmenden Volland entgegen. Er blockte den Ball, bekam dann aber das Knie des Leverkuseners unglücklich gegen den Kopf. Luthe blieb liegen, musste behandelt werden, spielte dann aber weiter.

"Ich habe einen steifen Hals und das Gefühl gehabt, von einem Auto angefahren worden zu sein", berichtete der Keeper nach dem Schlusspfiff und verriet: "Mir fehlt ein Teil der Zunge, weil ich mir drauf gebissen habe." Die Wunde habe während des Spiels zunächst weiter geblutet, sich dann aber beruhigt. "Das ist nix für schwache Nerven", meinte Luthe, der zum genauen Hergang des Zusammenpralls gar nichts sagen konnte: "Ich weiß es nicht, es hat nur gerumpelt."

Zumindest trug der Keeper keine Gehirnerschütterung oder schwerwiegende Kopfverletzung davon: "Die Ärzte haben mich abgefragt, ich konnte alles beantworten. Von daher habe ich weitergespielt", sagte er. Mit einigen Paraden hielt Luthe für sein Team lange die Null, beim Gegentreffer in der 75. Minute war er letztlich machtlos.

Luthes Zuversicht: "Letztendlich haben wir es immer wieder geschafft"

Sein Fazit: "Wir haben ein sehr ordentliches Auswärtsspiel gemacht und wenig zugelassen. Aber hinten verteidigen wir einmal nicht konsequent. Und vorne brauchen wir sehr lange um eigene Tore zu machen. Kurz vor Schluss werden wir gefährlich, aber es reicht nicht für ein Tor."

Vier Spiele in Folge hat der FCA nun verloren, die Abstiegszone rückt immer näher. Dennoch ist Luthe überzeugt, dass die Wende gelingt: "Der FC Augsburg hatte in den letzten Jahren immer wieder solche Phasen, gerade im Winter. Letztendlich haben wir es immer wieder geschafft. Das steckt auch in dieser Mannschaft."

David Bernreuther

Bilder zur Partie Bayer 04 Leverkusen - FC Augsburg