3. Liga

Hasan Ismaiks Millionen-Poker, Peter Cassalette schmeißt beim TSV 1860 München erneut hin

Löwen-Investor öffnet spät die Geldschatulle

TSV 1860: Ismaiks Pokerspiel - Cassalette schmeißt hin

Peter Cassalette und Hasan Ismaik

Gehen erneut getrennte Wege: 1860 Münchens Ex-Präsident und -Aufsichtsrat Peter Cassalette (li.) und Investor Hasan Ismaik. imago

Nachdem Hasan Ismaik, seines Zeichens Investor beim Drittligisten TSV 1860 München, im Sommer 2018 Finanzmittel in Höhe von zwei Millionen Euro versprochen hatte, warteten die Giesinger lange Zeit vergeblich auf den Eingang der Zahlung. Das Thema gestaltete sich mit zunehmender Zeit insofern immer schwieriger, als dass die Löwen das Geld bereits fest in ihrem Etat verplant hatten. Dementsprechend war nun Eile geboten, da das Geld, zumindest kolportierte 1,5 Millionen Euro, bis Freitag auf dem Konto eintreffen hätte müssen, um Sanktionen seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu vermeiden. Im Rahmen des Nachlizenzierungsverfahrens forderte der Verband das Geld als Liquiditäts-Nachweis - wären die Mittel nicht rechtzeitig eingegangen, hätten die Löwen empfindliche Strafen, beispielsweise Punktabzug oder Geldbußen, treffen können.

Fehlende Finanzmittel anscheinend eingegangen

Dieses Szenario scheint nun aber der Vergangenheit anzugehören, denn die HAM International Limited, also die Firma Ismaiks, verbreitete am Dienstagabend eine Pressemitteilung, in der unter anderem bestätigt wurde, dass das "von Geschäftsführer Michael Scharold avisierte Geld rechtzeitig überwiesen" worden sei.

Damit ist der Sportbereich des TSV 1860 München hervorragend für die Zukunft aufgestellt.

Saki Stimoniaris

Neben dem Lizenzierungsverfahren sei zudem die Beförderung Günther Gorenzels zum Geschäftsführer Sport vom Zahlungseingang abhängig gewesen und dementsprechend am seidenen Faden gehangen. Doch auch diese Personalie sei nun unter Dach und Fach gebracht worden: "Hasan Ismaik wird die Gehaltserhöhung Gorenzels in vollem Umfang zusätzlich übernehmen", so Aufsichtsrat und Ismaik-Sprecher Saki Stimoniaris, der hinterherschob, dass "der Sportbereich des TSV 1860 mit Günther Gorenzel und Daniel Bierofka hervorragend für die Zukunft aufgestellt" sei.

Rücktritt Nummer zwei: Cassalette schmeißt erneut hin

Eine Zukunft, die wohl fortan dauerhaft ohne Peter Cassalette gestaltet wird. Der 66-Jährige trat am Montagabend von seiner Position als Aufsichtsrat zurück. Eine Amtshandlung, die dem Münchner nicht ganz fremd ist. Bereits im Mai 2017 stellte er sein damaliges Amt als Präsident der Löwen zur Verfügung - nun folgt also Rücktritt Nummer zwei. Im Statement der HAM ist von privaten Gründen die Rede, die Cassalette dazu bewogen haben sollen, sein Amt niederzulegen. "Wir bedauern diese Entscheidung sehr", wird Stimoniaris zitiert, der zudem verkündete, die Nachfolge-Regelung "rasch zu klären. Wichtig ist, dass wir beim TSV 1860 Kontinuität auf allen Positionen bekommen". Denn dies, so der Sprecher Ismaiks, sei "die oberste Vorgabe für die Zukunft des Klubs".

kög

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