Ligue 1: Sechs Partien des 17. Spieltags finden nicht statt

Pause auch für PSG und Monaco: Absagen in Frankreich

Die Ränge bleiben am Samstag im Parc des Princes leer.

Die Ränge bleiben am Samstag im Parc des Princes leer. imago

Das Spitzenspiel der französischen Ligue 1 zwischen Double-Gewinner Paris St. Germain, der in dieser Saison trotz zweier Unentschieden zuletzt mit 44 Punkten allein auf weiter Flur ist, und dem Tabellendritten HSC Montpellier (29 Zähler), das für kommenden Samstag geplant war, findet nicht statt. Der französische Profiliga-Verband LFP teilte bereits am Dienstag mit, dass die Partie "auf Ersuchen des Polizeipräsidiums" verschoben wird. Ein neuer Termin wurde nicht genannt.

Hintergrund dürften die Krawalle in Paris vom vergangenen Wochenende sein. Die "Gelbwesten", eine Bewegung von Franzosen, die gegen die Steuer- und Sozialpolitik der Regierung protestieren, haben für Samstag wieder zu Demonstrationen in der französischen Hauptstadt aufgerufen.

Die nächsten Absagen

Inzwischen hat der Verband allerdings fünf weitere Paarungen abgesagt: Dazu zählt auch die für Freitagabend geplante Partie zwischen der im Abstiegskampf steckenden AS Monaco um Trainer Thierry Henry und OGC Nizza. Das Spiel sei auf Ersuchen der Regierung des Fürstentums Monaco und der Präfektur des Departements Alpes-Maritimes abgesagt worden, teilte die LFP am Donnerstag mit.

Auch das für Sonntag angesetzte Spiel zwischen AS Saint-Etienne und Olympique Marseille ist bereits verschoben worden - genauso wie drei ursprünglich für Samstagabend terminierte Duelle: Toulouse gegen Lyon, Angers gegen Bordeaux und Nimes gegen Nantes finden nicht statt.

Die Liga selbst äußerte sich übrigens noch nicht weiter zu den Gründen. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP sollen die für die Spiele vorgesehenen Polizisten aber stattdessen bei den Demonstrationen der "Gelbwesten" eingesetzt werden.

nik/sid