Hoffenheim: Wegen Anfeindungen gegen Hopp

Wiedergewählter TSG-Präsident attackiert Watzke

Peter Hofmann

Sieht die Rechtsorgane gefordert: Hoffenheims Präsident Peter Hofmann. imago

Bei der Veranstaltung im Staufersaal des Kongresshotels Palatin in Wiesloch thematisierte Hofmann erneut die Anfeindungen Dortmunder Fans gegen Dietmar Hopp. "Herr Watzke, Sie haben gesagt, Sie bekommen einen Brechreiz beim Gedanken an die mintfarbenen Bayern-Trikots", sagte Hofmann unter großem Applaus der 542 anwesenden Mitglieder: "Was passiert dann in Ihrem Körper, wenn sie die wiederholten Anfeindungen gegen Dietmar Hopp in unserem Stadion sehen?"

Hofmann bezog sich damit auf die Vorfälle beim Bundesliga-Duell beider Teams am 22. September (1:1), als BVB-Anhänger ein großes Banner mit dem Konterfei Hopps hinter einem Fadenkreuz ausgerollt und beleidigende Spruchbänder gezeigt hatten . Laut Hofmann decke Watzke, der sich im Anschluss allerdings für das Verhalten entschuldigt hatte ("Das ist nicht zu akzeptieren"), die "Diskriminierung" Hopps durch die Dortmunder Anhänger. Nach seiner Ansicht müssten die "Rechtsorgane aktiver werden", um Hopp besser zu schützen.

Hofmann gilt als enger Vertrauter Hopps, der momentan im USA-Urlaub weilt und deshalb bei der Versammlung nicht anwesend war. Am Montagabend wurde Klubchef Hofmann, der bereits seit über 22 Jahren die Geschicke der TSG offiziell bestimmt, einstimmig entlastet und ebenfalls einstimmig für drei weitere Jahre wiedergewählt.

ski/dpa