Duisburgs gegentorlose Zeit findet ein Ende

Verhoek hadert: "Aus meiner Sicht ein klarer Elfmeter"

Er hatte sich gegen Kiel mehr ausgerechnet: MSV-Angreifer John Verhoek.

Er hatte sich gegen Kiel mehr ausgerechnet: MSV-Angreifer John Verhoek. imago

Man hätte vermuten können, dass Torsten Lieberknecht nach einem 0:4 gegen Kiel bedient sei. Der MSV-Coach gab nach den 90 Minuten aber zu Protokoll: "In der ersten Halbzeit haben wir ein ordentliches Spiel gemacht, haben versucht, die Kieler weit weg vom Tor zu halten. Nach dem Wechsel haben wir Kiel durch einen eigenen Freistoß ins Spiel gebracht und sie haben ihre Qualität gezeigt. Wir müssen heute die Niederlage akzeptieren."

Ärgerlich fand auch Lieberknecht die Szene in der 21. Minute, als den Duisburgern nach einem Handspiel von Kiels Jonas Meffert ein klarer Elfmeter verwehrt wurde. Angreifer Verhoek formulierte es deutlicher: "Aus meiner Sicht war es ein klarer Elfmeter. Ich stehe direkt hinter Meffert, er geht klar mit Schulter und Arm zum Ball." Bei seiner Analyse schlug der ehemalige Heidenheimer in die gleiche Kerbe wie Lieberknecht. "In der ersten Hälfte haben wir alles in die Waagschale geworfen und unsere Chancen gehabt. In der zweiten Hälfte müssen wir aber auch ganz klar die Qualität von Holstein anerkennen", so der 29-Jährige.

MSV Duisburg - Die letzten Spiele
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Spielersteckbrief Verhoek

Verhoek John

2. Bundesliga - 15. Spieltag
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Leider sind wir diese Saison nicht vom Glück verfolgt, was die Schiedsrichter-Entscheidungen angeht.

MSV-Kapitän Kevin Wolze

Verteidiger Enis Hajri hatte es ähnlich gesehen, erkannte zudem, dass die Kieler "in manchen Situationen vielleicht auch einfach mutiger" agiert hätten. Kapitän Kevin Wolze sah vor allem, dass durch die zwei Gegentore binnen vier Minuten nach dem Wechsel sein MSV "etwas zusammengesackt" war. In Bezug auf den Elfmeter dachte der Linksfuß auch an die ersten 14 Spieltage zurück: "Leider sind wir diese Saison nicht vom Glück verfolgt, was die Schiedsrichter-Entscheidungen angeht." Viel Zeit für noch mehr Kopfzerbrechen bleibt nicht, am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) geht es mit dem schweren Auswärtsspiel in Heidenheim weiter.

msc