Gladbach und Co. in der Verfolgerrolle

Hecking will BVB "nicht alleine wegmarschieren lassen"

"Offensiv haben wir zu wenige Lösungen gefunden": Gladbachs Trainer Dieter Hecking.

"Offensiv haben wir zu wenige Lösungen gefunden": Gladbachs Trainer Dieter Hecking. imago

Eine Nullnummer hatten die Borussen zum letzten Mal am 28. Spieltag der vergangenen Saison beim 0:0 in Mainz hingelegt. Anschließend folgten 18 aufeinanderfolgende Spiele, in denen die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking immer mindestens einen Treffer erzielte; das war aktuell keinem anderen Bundesligateam gelungen. Am Sonntag in Leipzig riss die Serie. "Offensiv haben wir zu wenige Lösungen gefunden", musste Hecking nach dem Abpfiff eingestehen.

Man habe nach den ersten 20 Minuten, "als uns RB richtig hinten reingedrückt hat, die Partie eigentlich gut in den Griff bekommen und den Ball gut laufen lassen", analysierte Tony Jantschke, "aber leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt". Und Tobias Strobl befand: "Das zweite Gegentor kurz vor der Pause hat uns ein wenig das Genick gebrochen. Wir haben uns für die zweite Hälfte noch einmal viel vorgenommen, aber viel Zwingendes ist dabei nicht mehr herausgekommen."

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Hecking: "Im Moment ist Dortmund die beste Mannschaft"

Nach drei Siegen in Folge mit 10:2 Toren bedeutete das 0:2 in Leipzig wieder einen Dämpfer. "Gegen eine richtig gute Leipziger Mannschaft zu verlieren, ist aber kein Beinbruch", hob Jantschke hervor. Und auch der Frust über die Tatsache, dass man Tabellenführer Borussia Dortmund auf schon sieben Punkte davonziehen lassen musste, schien sich in den Gladbacher Reihen einigermaßen in Grenzen zu halten. Immer noch steht man als Zweiter deutlich besser als vor Saisonbeginn erwartet. "Wir brauchen uns nicht mit Dortmund vergleichen", betonte Hecking. "Sie spielen einen sehr guten Fußball und gewinnen genau die Spiele, in denen wir Punkte liegen lassen. Im Moment ist Dortmund die beste Mannschaft."

Ob das auch in zehn Spieltagen der Fall sein wird, müsse man abwarten, sagte der Coach weiter, "genauso, ob wir dann noch oben dabei sind". Klar sei aber, schloss Hecking: "Natürlich wollen wir weiter oben dabeibleiben, genau wie Leipzig und die anderen Mannschaften auch. Wir werden versuchen, Dortmund nicht alleine wegmarschieren zu lassen. Das ist unser Auftrag."

Jan Lustig