Gegen Fürth war der Angreifer der lauffreudigste Kölner

Terodde - nicht nur wegen seiner Tore wichtig

Zwei Tore, ein Assist und 10,73 Kilometer: Simon Terodde glänzte und ackerte gegen Fürth. imago

Dass er die meisten Tore seines Teams erzielt, daran hat man sich bei Simon Terodde gewöhnt. Doch dies allein ist es nicht, was den Angreifer so wertvoll macht. Denn tatsächlich absolvierte der überlegende Leader der Zweitliga-Torschützenliste gegen die SpVgg Greuther Fürth auch die größte Laufstrecke aller Kölner Spieler: 10,73 Kilometer wurden am Ende gemessen, Beleg für eine Leistung, die nicht allein an Toren gemessen werden sollte. 19 Stück sind es nunmehr, dem Doppelpack gegen die Franken fügte er noch einen Assist für Dominick Drexler bei, es war seine dritte Vorlage in dieser Saison.

Und ein Spielzug, der zeigte (wenngleich die Abseitsstellung nicht hätte übersehen werden dürfen), wie eingespielt der 1. FC Köln sich in der Offensive mittlerweile präsentiert. Das Quartett mit Louis Schaub und Drexler auf den offensiven Halbpositionen sowie Terodde und Jhon Cordoba im Angriff verlangt jeder Abwehr eine Menge ab an Aufmerksamkeit, Zweikampfgeschick, Stellungsspiel und Schnelligkeit. Und setzt sich trotzdem durch.

In Bochum bin ich Torschützenkönig geworden und wir sind nicht aufgestiegen...

Simon Terodde

"Wir haben heute von Anfang an gezeigt, wer der Herr im Haus ist", lobte Terodde den Gesamtauftritt, der für ihn durch die beiden Tore zusätzlich veredelt wurde: "Ich freue mich ungemein, in einem Heimspiel zu treffen und am Ende mit einem Heimsieg da zu stehen." Es laufe halt gut aktuell, doch die Gedanken daran, wie viele Tore es am Ende sein werden, die quälen ihn nicht: "In Bochum bin ich Torschützenkönig geworden und wir sind nicht aufgestiegen."

Das will keiner in Köln. Deshalb gilt für den Mittelstürmer: "Es ist wichtig, dass wir uns oben festbeißen. Deshalb dürfen wir uns nicht ausruhen." Zwei Heimspiele habe man vor der Winterpause, "da muss die maximale Ausbeute her." Mit Terodde-Toren? "Das wäre umso schöner." Aber der Sieg am Samstag zeigte auch: Nicht allein deshalb ist er wichtig.

Frank Lußem

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