Bundesliga

Uli Hoeneß auf Fanclub-Treffen deutlich: "...sonst ist das nicht mehr mein FC Bayern"

Bayern-Präsident kündigt Abschied von Ribery und Robben an

Hoeneß deutlich: "...sonst ist das nicht mehr mein FC Bayern"

Uli Hoeneß

Mal wieder mit klaren Botschaften: Uli Hoeneß. imago

Blasmusik, Folklore, Ehrenmitgliedschaft. Für Uli Hoeneß ist die Welt am Sonntagmittag im oberfränkischen Kersbach so rot-weiß wie in Ordnung, als er den örtlichen Fanclub zum Weihnachtsfrühschoppen besucht. Bei der Fragerunde - im Gegensatz zur Jahreshauptversammlung ohne kritische Töne - bezieht der Präsident des FC Bayern Stellung...

... zum Verhältnis von Trainer Niko Kovac und der Mannschaft: "Die Stimmung bei uns in der Mannschaft ist sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass Trainer und Mannschaft jetzt schön zusammenwachsen."

... zum auslaufenden Vertrag der Flügelzange: "Franck Ribery und Arjen Robben machen sehr wahrscheinlich ihr letztes Jahr beim FC Bayern."

... zur Transferpolitik im Sommer 2019: "Wir haben in dieser Saison eher Geld eingenommen als ausgegeben. Das hatte Gründe, weil die Verträge von Franck und Arjen auslaufen. Wir werden eine sehr, sehr, sehr offensive Transferpolitik machen, die Kassen sind gut gefüllt."

Das ist ganz schwierig. Das Problem existiert nicht seit vier Wochen.

Hoeneß über eine Versöhnung mit Paul Breitner

... zu Borussia Dortmund: "In Dortmund ist dieses Jahr sehr gut gearbeitet worden. Aber sie haben auch sechs Jahre lang sehr leiden müssen."

... zur brisanten Jahreshauptversammlung am Freitag: "Hier war von einem ganz kleinen Teil der Mitglieder, vor allem von Herrn Bachmayr, der Versuch unternommen worden, meinen tadellosen Ruf als Manager, Vorstand und jetzt Präsident zu beschädigen - durch polemische Behauptungen und fast ausschließlich falsche Unterstellungen. Ich muss ehrlich sagen: Ich war schockiert. Ich war total überrascht und deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich nicht reagiert habe. Denn darauf hat ein ganz kleiner Teil dieser Gruppe gewartet. Dann wäre genau das Chaos entstanden, das ich beim FC Bayern noch nie erlebt habe. Ich bin erinnert worden an die ein oder andere Jahreshauptversammlung bei anderen Vereinen. Ich muss ehrlich sagen: Ich habe jetzt 40 Jahre daran gearbeitet, dass der FC Bayern das ist, was er jetzt geworden ist. Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich hoffe, dass es sich wieder ändert, sonst ist das nicht mehr mein FC Bayern. Denn das ist etwas, was ich nicht akzeptiere. Dieser Abend geht nicht spurlos an einem vorüber."

... zum Trainingslager: "Wir werden im Januar wieder nach Katar fliegen , die Trainingsbedingungen dort sind hervorragend."

... zum Thema Paul Breitner: "Er wird ja jetzt hier zum Märtyrer gemacht. Paul Breitner ist nicht Opfer, sondern Täter. Paul Breitner hat in den letzten acht Jahren beim FC Bayern fast zwei Millionen Euro an Honorar bekommen für 15 bis 20 Vorträge bei Sponsoren. Er hat Anfang 2017 diesen Vertrag nach einer Auseinandersetzung mit Karl-Heinz Rummenigge, wo es auch um Presse- und Fernsehauftritte ging, hingeschmissen. Und jetzt dieser unsägliche Auftritt bei Bayern 3. Der hat dazu geführt, dass Karl-Heinz Rummenigge, Jan Dreesen und ich uns in Athen darüber unterhalten haben. Wir haben ganz klar beschlossen, dass wir ihm nahelegen, nicht mehr in den Ehrengastbereich zu kommen. Denn er hat in einer unsäglichen Art und Weise den FC Bayern beschädigt in dieser Pressekonferenz. Wenn er ein Problem mit uns hat, dann soll er uns das selbst sagen, aber nicht den Weg über die Presse gehen."

... zu einer möglichen Versöhnung mit Paul Breitner: "Das ist ganz schwierig. Das Problem existiert nicht seit vier Wochen, sondern seit Jahren. Ich kann hier in der Öffentlichkeit keine Zusage machen."

Es ist unser großes Ziel, in zwei, drei Jahren jedes Jahr einen Spieler hochzubringen, sonst hätte sich die Investition in unser Nachwuchsleistungszentrum nicht gelohnt.

Hoeneß über die Talente

... zu einem möglichen Sponsorenwechsel von Audi zu BMW: "Wir haben mit Audi einen Vertrag bis 2025. Aber es ist richtig, dass es Interesse von und Gespräche mit BMW gibt. Ob es etwas wird, werden die kommenden Monate zeigen."

... wer als Nächstes den Sprung aus der Jugend zu den Profis packen könnte: "Shabani oder Batista Meier, der sich leider den Knöchel gebrochen hat und dadurch arg zurückgeworfen wurde. Dazu haben wir Zirkzee und den jungen Koreaner (Jeong) , der gegen Benfica debütiert hat. Und Alphonso Davies, den wir für elf Millionen Dollar verpflichtet haben und der ab Januar spielen darf, macht im Training einen hervorragenden Eindruck. Es ist unser großes Ziel, in zwei, drei Jahren jedes Jahr einen Spieler hochzubringen, sonst hätte sich die Investition in unser Nachwuchsleistungszentrum nicht gelohnt."

Lesen Sie auch: Bei der JHV war alles anders als am Sonntag - ein Kommentar zum Gegenwind für Uli Hoeneß

Frank Linkesch

kicker.tv Hintergrund

Uli Hoeneß: Gegenangriff bei Blasmusik

alle Videos in der Übersicht