Der Wolfsburger ist zurück in der Innenverteidigung - Lob von Labbadia

Knoche: Darum verlor er seinen Stammplatz

Kämpft sich immer wieder zurück: Wolfsburgs Innenverteidiger Robin Knoche.

Kämpft sich immer wieder zurück: Wolfsburgs Innenverteidiger Robin Knoche. imago

"Jetzt oder nie" überschrieb der kicker im August eine Geschichte über Robin Knoche. Der Wolfsburger Verteidiger vor einer richtungsweisenden Saison. Das Eigengewächs, das sich in den vergangenen Jahren immer wieder neuer Konkurrenz erwehren musste und sich dennoch irgendwie immer behauptet hat. Jedoch dabei auch nie wirklich unumstritten war. So auch in dieser Saison. Stammplatz erkämpft nach der Vorbereitung, gar als dritter Kapitän aus der Mannschaftswahl hervorgegangen, gut gestartet in das Spieljahr. Jedoch: Nach neun Partien und schwankenden Leistungen verlor Knoche nach dem 1:3 gegen Bayern München seinen Posten an der Seite von John Anthony Brooks Ende Oktober an Marcel Tisserand. Dieser verletzte sich nun erneut - und ermöglicht Knoche, der im internen Ranking vor Jeffrey Bruma steht, die nächste Bewährungschance. Und wieder stellt sich die Frage: Nutzt er sie diesmal?

Knoche hat Defizite im Tempo-Bereich

"Robin hat es gerade am Anfang der Saison sehr gut gemacht", steigt Bruno Labbadia bei der Nachfrage zu Knoche lobend ein. "Die Art und Weise, wie wir spielen wollen, hat er sehr gut angenommen." Die Gründe, weshalb er sich dennoch für einen Wechsel entschied, formuliert der Trainer zunächst etwas zurückhaltend. "Es war auch eine Entscheidung für Marcel Tisserand, weil wir ein, zwei Spiele hatten, in denen wir Tempo brauchten." Oder anders ausgedrückt: Knoche hat gerade in diesem Bereich ein Defizit. Zudem "hatte er defensiv ein paar Torbeteiligungen", erläutert der Trainer, "das war sicherlich auch ein Grund".

Gleichwohl hält Labbadia große Stücke auf den Abwehrmann. "Robin ist eine wichtige Person in der Mannschaft, unabhängig davon, ob er spielt. Wir haben nicht nur elf Stammspieler, sondern im besten Fall 16 oder mehr. Robin ist dort ganz klar dabei." Und: Er wächst zunehmend in die Rolle eines Führungsspielers. "Er ist auch jemand, der außerhalb des Feldes Verantwortung übernimmt", sagt Labbadia. "Es war sehr auffällig, wie er sich in der Vorbereitung um viele Dinge gekümmert hat. Er hat eine top Einstellung, ist ein guter Profi." Das muss er nun auch wieder auf dem Rasen unter Beweis stellen. Beim Comeback gegen Leipzig (kicker-Note 3) klappte das schon ganz gut, gegen Frankfurt wartet am Sonntag die nächste große Herausforderung.

Thomas Hiete

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