Int. Fußball

Alexis Sanchez "schrie vor Schmerz" - José Mourinho muss wohl umplanen

Chilene fehlt Manchester United wohl länger

Sanchez "schrie vor Schmerz" - und verhindert einen Wechsel?

Alexis Sanchez

Getrübte Stimmung: Alexis Sanchez im ManUnited-Trikot. Getty Images

So, wie er da jubelt, das Old Trafford Kopf stehen und sich selbst feiern lässt, hat man Alexis Sanchez schon länger nicht mehr gesehen. Sein 3:2-Siegtreffer in der 90. Minute gegen Newcastle liegt schon fast zwei Monate zurück, es war das erste und bisher letzte Saisontor des Chilenen, der seit seinem Wechsel vom FC Arsenal keine Hilfe für ManUnited ist - und es auch erst mal nicht sein wird.

Am Donnerstag hat sich Sanchez, der wie schon gegen Juventus (0:1) auch gegen Bern (1:0) im Champions-League-Kader des Rekordmeisters fehlte, im Training am Oberschenkel verletzt und "vor Schmerz geschrien", wie sein Trainer am Freitag erklärte. Wie lange Sanchez ausfällt, soll eine baldige MRT-Untersuchung ergeben, aber "nach meiner Erfahrung und seinem schmerzhaften Schrei", rechnete José Mourinho, "ist es keine kleine muskuläre Verletzung, bei der der Spieler in zehn Tagen oder zwei Wochen wieder trainiert".

Und während Sanchez in seiner Instagram-Story ein Bild teilt, auf dem er mit einbandagiertem Oberschenkel, einem seiner (traurig schauenden) Hunde und hinzugefügtem "Traurig-Emoji" auf dem Sofa liegt, mehren sich in England schon die Spekulationen. Das Jahr könnte für den 29-jährigen Topverdiener, der im Januar dieses Jahres im Gegenzug für Henrikh Mkhitaryan zu den Red Devils gewechselt war , gelaufen sein. Seine Zeit bei ManUnited damit wohl nicht.

Mourinhos Problem: Fällt Sanchez aus, bleibt Woodward stur?

Im Januar, vermutet der "Guardian", wird Mourinho wohl wieder bei Geschäftsführer Ed Woodward vorstellig und nach einen neuen Innenverteidiger fragen; so wie schon im Sommer. Sanchez sollte dabei die "Goldene Gans" werden, durch deren Verkauf Woodward dann bereit gewesen wäre, wieder mehr zu investieren. Ist Sanchez aber auch im Januar noch verletzt, fällt dieser Gedanke schon mal vom Tisch - wenn sein Gehalt von über 500.000 Euro in der Woche bis dahin nicht sowieso schon jeden potenziellen Abnehmer verscheucht hat.

Ein Jahr ist Sanchez jetzt in Manchester und hat in dieser Zeit ganze vier Tore erzielt. Aktuell ist sein Ausfall für den Vizemeister, der nach 13 Spieltagen schon wieder 14 Punkte hinter Tabellenführer City liegt, kein allzu großer Verlust.

mkr