Wolfsburger vor seinem 100. Bundesligaspiel - Labbadia fordert mehr Torgefahr

Gerhardt: Er traf schon gegen Frankfurt...

Yannick Gerhardt

Aktuell in Wolfsburg gesetzt: Yannick Gerhardt. imago

Viel Luft nach oben. Es soll keinesfalls negativ klingen. Bruno Labbadia bringt seine Zufriedenheit mit den Leistungen von Yannick Gerhardt zum Ausdruck, ist aber überzeugt, dass der 24-Jährige noch viel mehr kann. "Ich sehe sein Potenzial." In Wolfsburg ist dies seit seinem Wechsel vor zwei Jahren aus Köln freilich viel zu selten zum Vorschein gekommen. Gerhardt läuft meistens mit, setzt viel zu selten Akzente. Aktuell aber ist der Mittelfeldmann gesetzt, sei es im 4-3-3 oder im 4-4-2.

"Yannick ist auf einem ordentlichen Weg", beschreibt Labbadia und formuliert seine Forderung gleich mit. "Jetzt muss er dranbleiben, er kann sich jetzt einen Platz erkämpfen." Denn wenn in absehbarer Zeit Josuha Guilavogui (nach Kreuzbandriss) und in der Rückrunde Ignacio Camacho (nach Sprunggelenk-Operation) zurückkehren, wird es eng im Wolfsburger Mittelfeld.

Reifeprozess bei Gerhardt

Zeit also für Gerhardt, mit Nachdruck auf sich aufmerksam zu machen. Der Ex-Kölner ist längst kein Talent mehr, am Sonntag in Frankfurt dürfte er sein 100. Bundesligaspiel absolvieren. "Es ist gut, dass er jetzt ein bisschen in die Verantwortung gekommen ist", erkennt auch sein Trainer einen Reifeprozess, der noch längst nicht abgeschlossen ist. Gerhardt bewegt sich zwischen den Strafräumen, reißt im Schnitt pro Spiel mehr als zwölf Kilometer ab, ist fast überall zu finden. Nur: "Aufgrund seiner Fähigkeiten", findet Labbadia, "könnte er ein Stück torgefährlicher werden".

Ein Treffer in 54 Ligaspielen ist für Wolfsburg erst notiert. Für Köln traf Gerhardt dreimal in 45 Einsätzen im Oberhaus, etwa am 13. Februar 2016 beim 3:1 gegen – Eintracht Frankfurt.

Thomas Hiete