Münster: Kobylanski dreht mächtig auf

Nachdenklicher Antwerpen: Mit Plan zum Vereinsrekord

Marco Antwerpen

Kehrte mit seinem Team auf die Siegerstraße zurück: Preußen-Coach Marco Antwerpen. imago

"Es ist einfach schön, dass ich treffe - das freut mich riesig", kommentierte Münsters Angreifer Kobylanski seinen Dreierpack gegen Braunschweig am Mikrofon von "Telekom Sport".

Fast im Alleingang hatte 24-Jährige für den neunten Saisonsieg seines Klubs gesorgt. Doch gerade beim zweiten Treffer wollte er "mindestens 50 Prozent Anteil" an seinen Sturmpartner Tobias Rühle abgeben. Rühle hatte uneigennützig für Kobylanski aufgelegt, der nur noch einschieben musste. Bei seinen Saisontoren fünf bis sieben präsentierte sich der beidfüßige Offensivmann in bester Torjäger-Manier .

Auch deshalb stimmte sein Trainer ein Loblied auf seinen Spielführer an: "Er ist sehr wertvoll für uns. Wir versuchen, ihn immer in Topform zu bringen, das schaffen wir gerade sehr gut."

Er ist sehr wertvoll für uns. Wir versuchen, ihn immer in Topform zu bringen, das schaffen wir gerade sehr gut.

Marco Antwerpen über den Drei-Tore-Mann Martin Kobylanski.

Für Antwerpen war es ein fast rundum gelungenes Montagabendspiel: "Viele Dinge, die wir geplant haben, sind heute aufgegangen". Einzelheiten wollte der 47-Jährige aber nicht verraten.

Dafür ließ Vorlagengeber Rühle tiefer blicken: "Nach der 1:3-Niederlage in Großaspach wollten wir eine Reaktion zeigen." Das gelang den Westfalen durch den souveränen Heimsieg allemal. "Wir wussten, dass Braunschweig verunsichert ist und diese Verunsicherung wollten wir durch ein frühes Tor noch vergrößern - das hat sehr gut geklappt", so Rühle.

Gegen Angstgegner Halle zum neuen Vereinsrekord?

Preußen Münster ist also wieder "ganz oben" angekommen, laut Antwerpen "der Anspruch" den der Traditionsklub mittlerweile verfolgt. Zudem stellte das Team mit dem fünften Heimsieg in Folge einen Vereinsrekord ein. Bis zur Winterpause bleibt die Gelegenheit eine neue Bestmarke aufzustellen - drei der letzten vier Begegnungen finden vor eigenem Publikum statt. Vor dem kommenden Heimspiel gegen Halle (Samstag, 14 Uhr) ist die Antwerpen-Elf allerdings gewarnt: Fünf der letzten sechs Begegnungen mit den Ostdeutschen gingen verloren.

Was Antwerpen nachdenklich stimmt

Ganz zufrieden zeigte sich Münsters Coach trotz der Rückkehr auf Platz zwei, dem Rekord und der Galavorstellung seines Kapitäns aber nicht. Denn aus seiner Sicht hätte die Partie mehr als die 8.626 Zuschauer verdient gehabt: "Wir spielen tollen Fußball, aber dass wir das Stadion voll bekommen, ist uns heute wieder nicht gelungen."

kon