2. Bundesliga

Erzgebirges Aues "Abwehrschlacht" beim VfL Bochum bleibt ohne Happy End

FCE seit drei Spielen ohne Punkt

Aues "Abwehrschlacht" ohne Happy End

Weilandt (r.)

Gleich schlägt's ein: Das Geschoss von Tom Weilandt (r.) landete zum 2:1 im linken Winkel. imago

Meyer schickte auf der Pressekonferenz vorweg, dass Bochum einen verdienten Sieg gelandet habe. Seiner Mannschaft attestierte er, alles investiert zu haben, was möglich gewesen sei, aber man müsse anerkennen, dass der VfL "uns gut bespielt hat".

Durch die Spielweise des Gegners sah sich Meyer nach der 1:0-Pausenführung durch Pascal Testroet (2.) auch mit Wiederanpfiff "gezwungen", von einem mutigen 4-3-3 auf ein ungewohntes 4-1-4-1 umzustellen, um mit dem eingewechselten Defensivspezialisten Fabian Kalig besser Paroli bieten zu können. Dabei habe man aber "zu tief und zu passiv gestanden, Abstöße einfach rausgehauen, anstatt die Situation zu spielen und Ballbesitz zu haben". Der "extrem fleißige" Debütant Florian Krüger, der bei seiner Vorarbeit zum 1:0 "den Überblick behalten habe", stand in den zweiten 45 Minuten auf verlorenem Posten.

Spielersteckbrief Testroet

Testroet Pascal

Spielersteckbrief Krüger

Krüger Florian

Trainersteckbrief Meyer

Meyer Daniel

Je länger das Spiel dann dauert, desto mehr hast du vom Kopf her zu verlieren, ziehst dich noch weiter zurück, haust nur noch die Bälle weg und wirst dafür bestraft.

Daniel Meyer

Dass man kaum noch Entlastung fand, sah der 39-Jährige aber nicht im Systemwechsel begründet, sondern als psychologisches Thema: "Du hast das Gefühl, Bochum macht heute kein Tor. Spätestens nach dem verschossenen Elfmeter (Lukas Hinterseer, 61.) denkst du, heute kriegst du keinen. Je länger das Spiel dann dauert, desto mehr hast du vom Kopf her zu verlieren, ziehst dich noch weiter zurück, haust nur noch die Bälle weg und wirst dafür bestraft."

Dies passierte in den Schlusssekunden, als Tom Weilandt seinem Ausgleich (73.) per Traumtor auch noch den Siegtreffer (90.+3) folgen ließ. Nach drei Niederlagen in Folge heißt es nun für die Sachsen, gegen Regensburg (Freitag, 18.30 Uhr) zu punkten, um sich die Kellerkinder vom Leib zu halten.

jch