Dortmund liegt nun neun Punkte vor dem Rekordmeister

"Wir sind unser Gegner": BVB schenkt sich Bayern-Vergleich

In Feierlaune: Dortmunds Spieler bedankten sich nach Schlusspfiff bei den Fans.

In Feierlaune: Dortmunds Spieler bedankten sich nach Schlusspfiff bei den Fans. imago

Es war wahrlich ein schweres Stück Arbeit, doch am Ende zählen vor allem die nackten Zahlen: Erstmals in seiner Geschichte ist Dortmund nach zwölf Bundesligaspielen noch ungeschlagen. 30 Punkte zu diesem Zeitpunkt bedeuten den zweitbesten Start überhaupt. Vor der Partie in Mainz hatte Sportdirektor Michael Zorc noch gewarnt, die Sinne bestmöglich "zu schärfen".

Nach dem knappen 2:1-Sieg beim FSV gestand er am "Sky"-Mikrofon ein: "Es war ein sehr schwieriges Spiel." Am Ende sei der Dreier "vielleicht ein bisschen glücklich, aber nicht unverdient", befand Zorc. "Wir wissen, dass es hier nicht einfach ist zu gewinnen. Deshalb bin ich mit dem Sieg sehr zufrieden." Und das 3:3 aus München , durch das der BVB nun bereits neun Punkte vor dem Rekordmeister liegt? "Gut", kommentierte Zorc trocken. In der Berichterstattung vermisse er aber stets Borussia Mönchengladbach & Co., die direkten Verfolger seien ja deutlich näher dran.

Borussia Dortmund - Die letzten Spiele
Gladbach (H)
1
:
0
Freiburg (A)
2
:
2
Spielersteckbrief Delaney

Delaney Thomas

Spielersteckbrief Paco Alcacer

Alcacer Garcia Francisco

Trainersteckbrief Favre

Favre Lucien

Bundesliga - 12. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Borussia Dortmund
30
2
Bor. Mönchengladbach
26
3
Eintracht Frankfurt
23

Von einem Vergleich mit den Bayern wollte auch Mittelfeld-Abräumer Thomas Delaney nichts wissen. Der Däne erklärte die Siegesserie anders: "Das ist die Mentalität, die wir gerade haben: Wir sind unser Gegner. Wir schauen nicht so viel auf die Tabelle. Das funktioniert gerade doch ganz gut." Ähnlich sah es Coach Lucien Favre, der aber durchaus regelmäßig einen Blick aufs Tableau wirft.

Favre: "Es war ein Arbeitssieg"

Aus gutem Grund: Mit Gladbach, Frankfurt, Hoffenheim oder Leipzig seien da ja noch andere formstarke Mannschaften in der Verfolgerrolle. "Es war ein sehr, sehr schweres Spiel. Mainz hat taktisch sehr gut gespielt und mit einem anderen System", analysierte Dortmunds Trainer: "Wir haben in der ersten Halbzeit die Lücke nicht gefunden. Uns hat die Präzision gefehlt. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht so gut, aber wir machen die Tore. Es war ein Arbeitssieg."

Es ist unfassbar.

Sportdirektor Michael Zorc über Paco Alcacer

Diesen überhaupt erst ermöglicht hatte Paco Alcacer, der tags zuvor die Fans mit seiner Unterschrift bis 2023 schon einmal hatte jubeln lassen. In Mainz brauchte der Super-Joker nur zwei Minuten, ehe er einen mustergültig vorgetragenen Konter gewohnt kühl abschloss. "Es ist unfassbar. Er war nur zwei Minuten im Spiel und macht direkt das Tor", sagte Zorc hinterher fast ungläubig. Favre plädierte abermals dafür, dass der spanische Nationalstürmer noch Zeit brauche, um regelmäßig von Beginn an spielen zu können. "Er macht weiter", versprach der Schweizer mit einem breiten Grinsen. Das dürfte auch generell für den ungeschlagenen Tabellenführer gelten.

msc

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund